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zum Vater zurückzulenken, aber sie gehorchten ihm nicht, rannten vorwarts und stockten immer vor der Grafin W., dem Schah, dem charmanten Kirilida Pajidzani und dem grauslichen Sedlacek mit dem Zylinder, stockten zuerst und kreisten hierauf um diese vier Menschen. Diese schmahliche Geschichte war langst begraben, kein Mensch kannte sie, der Oberst nicht und nicht die Kameraden. Aber was nutzte es Taittinger selbst? Es gab eine Episode in seinem Leben, von der er zu keinem Menschen jemals sprechen durfte. Sie kreiste im Blut, wie irgendein Fremdkörper, kam von Zeit zu Zeit in die Gegend des Herzens, drückte es, stach es, bohrte darin. In solchen Stunden gab es nur drei Auswege: entweder man floh nach Wien, an die Statte des Glanzes und den Geburtsort der Schande; oder man betrank sich; oder — oder: man erschoss sich. Krieg ware ein Ausweg gewesen. Weit und breit aber herrschte ein satter, behabiger, übermütiger Frieden in der Welt...

Ja, jetzt wusste er 's: nun hatte ihm also die Mizzi aus dem Gefangnis geschrieben — ihm aus dem Gefangnis — es war ahnlich, wie damals der familiare Gruss des ekelhaften Geheimen Sedlacek. Es konnte sich jeden Moment eine solche Peinlichkeit wiederholen. Und wie sie verhüten? So wenig der arme Taittinger auch von den Gesetzen der zivilen Welt verstehn mochte, so viel wusste er doch, dass es einem Gefangenen erlaubt war, Briefe in die freie Welt hinauszusenden. Der Gefangnisdirektor las sie. Er hatte auch den letzten Brief der Schinagl gelesen. Taittinger betrachtete immer noch das heruntergewirbelte goldgelbe Blatt auf dem violetten Hutrand der Matzner. Ach, er neigte keineswegs zu poetischen Empfindungen. Jetzt, in dieser Sekunde aber, begann er, irgendeine merkwürdige, lacherliche Zartlichkeit

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