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stand vor ihm ein Mann, kahlköpfig, mit aschgrauem Angesicht und einem grauen, trist herabhangenden Schnurrbart. „Ich bin der Redakteur Bernhard Lazik" — sagte der Fremde. Seine Stimme war gebrechlich, und erinnerte den Rittmeister an ein wehmütiges verstimmtes Spinett, auf dem er irgendwer, irgendwann, in seiner Kindheit vielleicht, gespielt haben mochte.

„Was wollen 's denn von mir?" — fragteTaittinger.

„Ich möcht', Herr Baron mochten mich anhören" — antwortete Lazik. „Im eigenen Interesse" — fügte er hinzu, noch leiser, beinahe schon weinerlich.

„Ja, — und?" sagte Taittinger — und er war entschlossen, überhaupt nicht zu hören.

„Wenn Herr Baron gestatten", begann Lazik, „die Geschichte ist nicht einfach. Es handelt sich um eine polizeiliche Angelegenheit, im Vertrauen gesagt ■

„Ich wünsche nichts Vertrauliches" — unterbrach der Rittmeister. Obwohl er sich vorgenommen hatte, gar nicht zuzuhören, musste er doch jeden Laut dieses wehmütigen Mannes in sein Ohr dringen lassen. Eine merkwürdige Kraft hatte diese Stimme. „Vertrauen, Herr Baron, hab' ich auch nicht sagen wollen" — sprach die Stimme weiter. „Da ist namlich vor kurzem die gewisse Josephine Matzner gestorben der

Name schlug mit einiger Wucht an das Ohr Taittingers, er empfand ihn wie den Anprall eines körperlichen Gegenstands an die Schlafe. „Ah, die ist gestorben? fragte er. Eine kleine Freude leuchtete in Laziks Augen auf. „Gestorben" fuhr er fort, „und ehe man es noch glauben konnte! Und der Schinagl, die jetzt sitzt, hat sie eine Kleinigkeit hinterlassen. Viel zu wenig bei dem grossen Vermogen." Lazik schwieg eine Weile. Er wartete. Der Rittmeister sagte zwar nichts, aber er verriet so deutlich ein interessiertes Schweigen, dass Lazik sich geradezu aufgemuntert fühlte. Seine Stimme

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