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wurde starker. Er stand zwar immer noch vor dem Tischchen, in der Halle und glich immer noch einer Art von Dienstmann, aber er wagte doch schon, mit beiden Handen die lederne Lehne des leeren Stuhls anzufassen. Es war, als dürfte er jetzt wenigstens schon seine Hande Platz nehmen lassen. Taittinger bemerkte es, unwillig zuerst, aber im nachsten Augenblick auch schon nachsichtig. Er gestand sich zwar noch nicht, dass ihn der ominöse Mensch interessierte, wenn auch in einer lastigen Weise. Aber er fand, dass es auffallend werden könne, wenn der Kerl noch lange aufrecht bliebe. Und er sagte: ,,Setzen Sie sich!" Lazik sass bereits. Er hatte sich so hurtig hingesetzt, dass Taittinger seine Einladung bereute. Sein silbernes Zigarettenetui lag aufgeschlagen auf dem Tisch. Er hatte Lust, sich eine Zigarette anzustecken, aber da sass nun dieser Kerl — musste man ihm nicht auch eine anbieten? Taittinger wusste genau, wie man Gleichgestellte, Höhergestellte, Subalterne und Diener behandelt; mit Redakteuren aber konnte er sich keinen Rat schaffen. Er entschloss sich, nach langerer Ueberlegung, zuerst selbst eine Zigarette anzuzünden und dann erst dem Redakteur eine anzubieten.

Lazik rauchte langsam und ehrfürchtig, als ware just diese „Aegyptische" ein besonders köstliches Kraut. Er zog seine Heftchen aus der Tasche und legte sie auf den Tisch. „Die geb' ich jetzt heraus, Herr Baron!" — sagte er „bitte, nur den Anfang anzuschaun!" — „Ich les' keine Büchl'n!" — sagte Taittinger. „Dann darf ich wohl vorlesen?" fragte Lazik. Und ehe noch eine Antwort erfolgte, begann er zu lesen. Jetzt is schon eh alles gleich — dachte Taittinger. Aber, siehe da; gleich nach dem Satz: „Wer war diese Josephine Matzner?" wurde er neugierig wie ein Kind. Mit unverhohlenem Vergnügen beugte

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