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Am Ballhausplatz durchstöbert man die Protokolle. In der Hof- und Kabinettskanzlei Seiner Majestat forscht man nach dem geringsten Vorfall, der sich seinerzeit, beim letzten Besuch des Schahs von Persien, ereignet hatte. Man blattert auch in den alten Archiven der Wiener Sicherheitspolizei.

In diesen Tagen hatte Lazik den glanzenden, um nicht zu sagen: unbezahlbaren Einfall, das neue WeltBioscop-Theater im Prater um eine Aktualitat zu bereichern. Alle Zeichnungen, Skizzen und Portrats der „Kronenzeitung" vom Besuch der persischen Majestat besass er noch. Zehn Gulden zahlte Mizzi Schinagl für die Idee.

Es war kein Zweifel: die Reichshaupt- und Residenzstadt bereitete sich auf einen Empfang der persischen Majestat vor. Alle Redaktionen wussten es. Bald wussten es alle Amtsdiener, alle Hoflakaien, alle Kutscher, alle Dienstmanner, alle Wachleute; (zuletzt erfuhren es, wie gewöhnlich, die fremden Diplomaten.)

Tino Percoli steilte für fünfzig Gulden die „brennende Aktualitat" her: den Schah von Persien, den Grossvizir und dessen Adjutanten und den Obereunuchen. Die Haremsfrauen waren überflüssig. (Zur Not konnte man sie aus dem bereits fertigen Harem des Sultans in das neu zu errichtende „Persische Zimmer" übernehmen.) In der Hof- und Kabinettskanzlei, im Ministerium des Innern und im Ministerium für Verkehr und Handel, in der Wiener Polizei und in der von Triest, im Triestiner Hafen und in der Direktion der Südbahn: überall war man parat. Winzige Radchen, unverstandige, im unverstandlichen Betrieb des vielfaltigen Reiches, begannen die kleinen Beamten, mit sinnlosem Eifer zu surren, zu suchen, zu schreiben, zu schwirren, Berichte zu erstatten, Berichte entgegen zu nehmen. Man erinnerte sich, dass die Koffer Seiner

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