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und ein hartes Gemüt, aber auch Angst vor dem Tod, besonders vor einem plötzlichen. Er sagte: „Der Herr Rittmeister war doch noch jung?" — und dachte gleichzeitig daran, dass er selbst noch jung war. — „Es war ein plötzlicher Tod, Excellenz!" — wiederholte Zaborski. „Herzschlag?" — insistierte Pajidzani. „Nein, Excellenz!" — „Also Selbstmord?" — Zaborski antwortete nicht. Pajidzani atmete auf.

Seit einigen Jahren unterhielt Pajidzani mit dem Obereunuchen beinahe brüderliche Beziehungen. Beide hatten sie eifrig daran gearbeitet, den Grossvizir unmöglich zu machen. Es gelang ihnen, nun waren sie auf Tod und Leben Verbündete. Pajidzani war zwar nicht Grossvizir geworden, aber immerhin General. Der Obereunuch hatte den harmlosen Kirilida Pajidzani gern gewonnen. Es war ein Mann nach seinem Herzen. Ungefahrlich, horig, leichtfertig, hilflos manchmal und für jeden Rat dankbar; gelegentlich ein williges Werkzeug. Ein vorzüglicher Freund!

Zwei Tage schon nach ihrer Ankunft schlenderten beide in europaischem Zivil durch die hellen Frühlingsstrassen. Sie betrachteten die bunten Laden, kauften sinnlose Dinge ein, Spazierstöcke, Operngucker, Stiefel, Westen und Panamahüte, Regenschirme und Hosentrager, Pistolen, Munition, Jagdmesser, Brieftaschen und Lederkoffer. Als sie durch die Karntnerstrasse kamen, blieb der Obereunuch gebannt, verblüfft, beinahe erschrocken vor dem Schaufenster des Hoflieferanten Gwendl stehen. Auf einem breiten, dunkelblauen Kissen aus Samt leuchteten opalen, wie eine Hagelwolke, weiss wie der Schnee auf den Gipfeln der heimatlichen Berge und blaulich — rosa zugleich wie ein gewitter-schwangerer Himmel drei Reihen schwerer grosser Perlen, die dem Eunuchen vertraut waren wie Schwestern. Unvergleichlich war sein Bliek

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