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kannte sie nicht alle elf Brüder ihrer Mutter und hatte diese beiden wahrscheinlich nie gesehen; aber sie konnten nicht das Mindeste zu tun haben mit dem erdichteten Pariser Philatelisten.

Leos Beschimp fungen fielen ihr wieder ein. War sie wirklich eine Lügnerin? Das ganze Geflunkere war doch nur Spass gewesen, irgendeine Art Entgegnung auf die Wichtigtuerei der Freunde. Am ersten April, so hatte sie sich vorgenommen, würde sie ihnen gesagt haben, dass sie ihr insgesamt tuchtig auf gesessen waren. Würde sie es wirklich gesagt haben? Darauf gab sie sich keine exakte Antwort. Als sie vor der Schule ankam, war sie resigniert zu der Uberzeugung gelangt, die Menschen seien so fad — ganz besonders ihr Bruder Leo — dass man ihnen in Zukunft nur die nackte und fade Wahrheit sagen sollte. Johanna nahm es sich vor.

Es gab einige feststehende Begriffe in der Schule, aus denen man nicht recht klug wurde. Eine davon war: ihr werdet euch noch oft genug nach eurer glücklichen Schulzeit zurücksehnen. Johanna dachte viel darüber nach, ob das wirklich zutreffe.

Sie erkundigte sich bei der Mutter, ob denn ihre Schulzeit „glücklich gewesen sei. Zwar waren ihr die Ansichten der Mutter nicht massgebend, jedoch dieses Mal erwartete sie gerade von ihr die Bestatigung, dass es sich um eineNotwendigkeit handle,diemit Glück nicht das Mindeste zu tun habe. Eine Notwendigkeit wie etwa der Büstenhalter, dessen eine Halfte die Mutter gerade zuschnitt. Frau Deutsch sah von ihrer Arbeit gar nicht auf, und auch sonst hatte Johanna in keiner Weise den Eindruck, dass ihre Frage ernst genommen wür-

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