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solche treifenen Bücher standen da herum. Nicht ein einziger ordentlicher Roman zur Unterhaltung und Zerstreuung. Frau Rosa verlangte von einem jungen Menschen, dass er modern zu sein habe, und ein moderner Mensch ïhrer Auffassung spielte in seiner freien Zeit ein wenig Klavier oder fuhr Rad. Auch ein Theaterbesuch dann und wann konnte nicht schaden. Von all dem aber war bei Josef Stadler nicht die Rede. Nicht einmal mit einem jungen Madchen sah man ihn. Selma, das vorwitzige Lehrmadel, das die Nase überall hat, wollte wissen, dass er mit einer Nachbarin aus ïhrem Haus schlechte Erfahrungen gemacht habe; aber Frau Rosa hielt ihn nicht einmal schlechter Erfahrungen mit dem schonen Geschlecht fahig. Er hatte auch keine Freunde, kannte seine Kollegen nicht naher. Das war kein Mann, wie er sein soll, dachte Frau Rosa oft, bei dem ist nichts auf dem rechten Fleck, wos hingehört. Und was er zusammenliest in seinen treifenen Buchern — das kann kein gutes Ende nehmen.... Mit Bedenken solcher Art lag sie ihrem Mann oft genug in den Ohren, und darüber hinaus machte sie sich über ihren Hauslehrer noch ihre eigenen Gedanken.

In Marianne Koppels EIternhaus gab es keinen Hauslehrer. Frau Koppel nannte das „Uberschwenglichkeiten , und solche duldete sie nicht. Mariannes Stiefmutter, das ehemalige Fraulein Mizzi Kutschera, entstammte einer kleinen christlichen Beamtenfamilie. Kindererziehung hatte im Hause Kutschera nicht viele Register: Ohrfeigen, ein Stück Kuchen und das vierte Gebot. Das vierte Gebot wird, wie meist, missverstanden und ein wenig gehandhabt wie eine Erpressung: auf dass es dir wohlergehe auf Erden". Vorerst

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