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vVarten. Füuf Minuten. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Eltern des Podiums bildeten natürlich eine Ausnahme. Sie kamen fast nie. Wenn etwas „zu richten" war, traf man sich, zufallig, an drittem Ort.

Diese fünf Minuten taten im allgemeinen ihre Wirkung auf den Besucher. Empörung und Erregung legten sich vor diesen mit Bücherregalen bedeckten Wanden, und angesichts dieses Schreibtisches, reinster Maria-Theresien-Barock mit Intarsienarbeit und Bronzebeschlagen, war schon manche bereitgehaltene Abmeldung unterblieben. Der Raum war nicht sehr heil, und die schweren Vorhange und Portieren schienen familiare Intimitaten auszuschliessen. Das einzig Lichte in diesem Halbdunkel war eine ausgezeichnete Kopie des duftigen Bildes von Kaiserin Elisabeth. Das Original hangt im Audienzsaal der Hofburg. Blumen im Haar, Blumen am Kleid, das Gesicht in die ergreifende Heiterkeit aller getaucht, die früh sterben miissen. Neben Elisabeths Bild hing ein grosses, ein sehr grosses Barockkreuz; denn Frau Direktor Bergmann hat langst „das Entréebillett zur europaischen Kultur" genommen, wie es Heine nennt, oder „sich mit einer Art von Makel bespritzt", wie Goethe die Religionsanderung befindet. Dass auch ernsthafte und tiefe Überzeugung zu diesem Schritt veranlassen können, haben wohl beide gar nicht in Betracht gezogen, und Erau Direktor Bergmann lag das ebenfalls fern. Es war nicht ihre Schuld. Der wirklich Schuldige ist, wie so oft in Wien, der Föhn. Er lasst einen nicht aufrecht schreiten, seinetwegen kann man den Kopf nicht hochhalten. Er macht widerstandslos, und man greift nach dem nachstbesten Stützpunkt. Es ist der Katholi-

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