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Karton die andere Berührung. Spürt ihn. Und das mit einer Heftigkeit, die nur Schreck ist. Sie fahrt sich mit ihrer eiskalten Rechten über das brennende Gesicht. Ihm entgeht nichts. Er ist ganz Jagdeifer.

Johanna sammelt sich mit Gewalt. Sie wendet sich ab und geht auf ein Regal mit Büchern zu. Ein Schild ist daran befestigt, mit der Aufschrift „Leihbibliothek". Dieses kleine Schild ist wieder so etwas wie Boden unter ihren Füssen. Sie atmet auf. Nun kann sie die ganze blamable Situation wenigstens noch retten, indem sie sich als hochgebildete Person erweist. Das muss ihm imponieren.

Als die \erkauferin sie nach ihren Wünschen fragt, sagt sie mit ausserster Sicherheit: „Ich möchte in Ihrer Leihbibliothek abonnieren. Bitte geben Sie mir zunachst die Gesamtausgabe von Hölderlin."

Sie hat wirklich eine ernstliche und grosse Yorliebe für Hölderlin, angeregt von seiner romantischen Neigung zu Diotima und festgehalten von seinen atherischen Versen, die sie mit der gleichen Beseligung vor sich hersagt, wie es andere unwiderstehlich in den Rhythmus eines Tanzes zwingt. Aber sie zeigte auch gern, dass sie mit Hölderlin auf du und du stand.

Heute und hier bleibt der erwartete Eindruck aus. Völlig.

..Hölderlin'', mischt sich der junge Offizier wie selbstverstandlich in die Unterhaltung, „Hölderlin? Fesch! — Fraulein", er beugt sich verbindlich über den Ladentisch, schiebt die Mütze noch etwas weiter aus der Stirn es kann sich auch um die Andeutung eines militanschen Grusses handeln — „Fraulein, mir geben Sie bitte auch etwas — etwas gegen Reissen."

„Bitte schön — gegen was?" Die Verkauferin neigt den

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