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Lied wurden ihm von Zeit zu Zeit wieder lebendig. Auch jetzt war es plötzlich da.

Johanna starrte ihn an. Er war nun nicht mehr uniformierte Vornehmheit, und er war auch kein Herr Baron oder Graf. Sein Gesicht war das eines sehr schonen, überaus anziehenden jungen Mannes, und Lacheln und Schwung des vollen, etwas madchenhaften Mundes fanden sich als Reflex in den heiter hochgezogenen Brauen.

Lr denkt an eine Frau, durchfahrts Johanna, an eine grosse Liebe, an die sie ihn vielleicht erinnert. Diese Kombination liegt immer am nachsten, beschwingt und steigert jeden, der sie zusammenfügt, in dem widerspruchsvollen Drang einer möglichst starken, möglichst ahnlichen Angleichung an das Erinnerungsbild, um es dann bei der ersten besten Gelegenheit niederzureissen, auszulöschen durch die eigene Gegenwart. Jede Frau, jedes Madchen in Johannas Lage empfindet so und weiss nicht, dass es sich in einen Kampf gegen sich selbst einlasst; denn ihre Gegenwart ist ja schon im vorhinein in diese Erinnerung miteinbezogen. Gegen eine Frau könnte sie sich wehren. Zu den Frauen gehort sie, auf Gedeih und Yerderb, selbst.

Johanna war von diesem Gesicht, unendlich anziehend im Abglanz galanter Abenteuer, auf eine seltsame Weise ergriffen.

Etwas von der gleichen Stimmung überkam sie wie zu den Zeiten des ewigen Geliebten in der Strassenbahn. Ganz nah war ihr dadurch der Fremde, gehorte jetzt zweifach ihr.

"Sie sind wohl sehr allein in Wien? fragte er; denn er wollte ein Gesprach in Gang bringen, er wollte ihre Stimme wieder horen, ihr Lachen.

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