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Allein. Ja, sie war allein, und wie sie mit dem ewigen Geliebten in der Tramway darüber stumme Gesprache geführt hatte, sprach sie davon nun laut zu dem jungen Offizier. Einfach, wahr, ohne alle Ubertreibung sagte sie in drei, vier Satzen, wo sie herkomme und aufgewachsen sei und wie einsam sie geblieben war inmitten einer Familie, in der doch für sie gesorgt wurde, in der ihr nie etwas Böses geschah.

Alles war wieder wie in der Strassenbahn — da konnte, da musste man die Wahrheit sagen. Und es wurde nur die Schule und nur das Abenteuer mit Spacil, vorerst noch, verschwiegen; denn man konnte bei einer ersten Begegnung niemanden mit einer Flut von Gestandnissen überschütten. Es wurde aber auch kein imposanter Beruf erfunden, und es gab überhaupt keinerlei Zutat aus dem Reich der Phantasie.

Florian hörte kaum zu. Er hörte nur hin. Yon dem, was die Madels so im allgemeinen erzahlten, war doch nur jedes zehnte Wort wahr. Wozu sollte er sich auf diesesRechenexempel erst einlassen! Und was Johanna ihm berichtete, klang noch unglaubwürdiger als sonst. Wahrscheinlich war sie das Kind einer ledigen Mutter, arbeitete irgendwo als Maniküre oder Verkauferin. Was ging ihn das an? Er hörte ja kaum zu, nur hin. Ihre Stimme tat so wohl. Und in ihrem Lachen, das seine lustigen Zwischenfragen hervorriefen, waren alle Madels von Triest.

„Vor allem bin ich doch froh", sagte er, als sie mit ihren Mitteilungen fertig war, „dass man Sie nicht hat studieren lassen. Denn das ware ein Jammer, wenn ein schönes Madchen wie Sie über Biichern versauern sollte. Lernen, Fraulein —" wieder sprach er hochdeutsch, um der Leere seiner Worte Gewicht zu geben,

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