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der Wagen ein- oder vierspannig fahrt, und als Endziel der Fahrt schwebt ihr ein hellerleuchtetes Palais mit Marmortreppen und vielen Lakaien vor.

Florian kann nichts Rechtes mit diesem ekstatisch entïückten Geschöpf anfangen. Trotzdem ist er für den besonderen Reiz, der von ihr ausgeht, nicht unempfanglich.

Vor einem winzigen Konfitiirenladchen in der Churhausgasse halt der Fiaker. Es ist ein so alter und so renommierter Laden, dass er keinerlei Aufmachung nötig hat. Von diesem Vorrecht macht man hier auch in kaum denkbarem Ausmass Gebrauch. Wem das nicht passt, der soll fortbleiben. Man reisst sich um neue Kunden nicht, hat seinen ausgedehnten aristokratischen Kreis von jeher.

„Eine kleine Uberraschung fiirs Nachtmahl. Ich bin gleich wieder da", erklart Florian, ehe er aussteigt. Johanna wartet im Wagen.

Das kleine Ladchen ist tiefer gelegen als die Strasse, eine Stufe führt hinunter. Also beinah schon ein Kellergeschaft. An ein Kellergeschaft erinnert auch die feuchtkalte und etwas muffige Luft und die weinerüche Beleuchtung. Eine einzige trübe Gaslampe brennt unter ungeputztem Zylinder.

Zu kaufen gibt es hier aber die ausgewahltesten Dinge. Ingwer und Feigen im eigenen Saft eingekocht, Orangenkonfitüre nach speziellem Rezept, eingelegte Mandarinen, exotische Honig- und Jamsorten. In grossen Glasern stehn da kandierte Früchte auf italienische Art, echter französischer Nougat aus Montélimar, russischer Halwa und ahnliches. Süssigkeiten auf Schüsseln, Tabletts, in Flaschen, in Glasern, in Kartons und Bonbonnièren.

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