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„Schön ist es hier! flüsterte Johanna andachtig, als sie vor einem venetianischen Spiegel im Yorzimmer ihre Krimmermiitze vom Kopf strich, als streiche sie sich nur übers Haar, „hier gefallt es mir schrecklich gut!"

„Das freut rnich aber ganz ausserordentlich", versicherte Florian, der sich wunderte, weil nicht bereits beim Mantelablegen die traditionelle Bekanntgabe erfolgte, langer als eine halbe Stunde könne sie in keinem Fall bleiben.

Vom Yorzimmer ging es in einen Wohnraum. Florian schritt voran, um das Gas anzuzünden und gleich darauf einen machtigen Gaskamin. Johanna steht blass und fröstelnd da. Er versichert ihr, es werde gleich warm werden, und rückt ihr einen grossen Gobelinsessel an den Kamin. Sie drückt sich hinein, wahrend Florian die Pakete aus dem Vorzimmer holt, auspackt und einem Geschirrschrank alles entnimmt, was er zum Tischdecken braucht. Dabei flucht er auf den Burschen, der Ausgang hat und, nach Florians Meinung, ein heilloses Durcheinander zurückgelassen habe. In Wahrheit ist es Florian gelungen, besagtes Durcheinander, fast mit dem ersten Griff in den Schrank, selber anzurichten. Johanna sitzt tief vergraben in ihrem Sessel; aber ihre Augen wandern umher, sehen alles und verfolgen jede von Florians Bewegungen.

Diese Gargonnière ist die typische Wohnung eines jungen Offiziers, der sich einen gewissen Luxus leisten kann. Eine Vitrine, eine Kredenz, eine bronzebeschlagene Kommode sind schone alte Möbel im Stil Maria Theresias. Seit Maria Theresias Zeiten aber hat man in Wien anscheinend aufgegeben, bürgerliche

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