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Frau Deutsch verwies ihr „solche Kecklieiten" und haderte wieder einmal mit ihrem Sehicksal, warum gerade ihr solch ein Trampel zukam. Johanna und Franzi, die beiden Spiessgesellen, blinzelten sich zu.

„Verhatschte Absatz und in jedem Strumpf ein Loch — aber drahn, aber drahn gehn wir doch!" sang Johanna schon in aller Herrgottsfriih an dem Tag, den sie zu ihrem Geburtstag ernannt hatte.

„Du hasts wirklich nötig, solch ordinare Lieder zu singen", schalt die Mutter, „die verhatschten Absatz sind beinah das einzige, was dir noch fehlt, dass du ganz unten bist!"

„P!" machte Johanna und summte leise zwischen dem Waschen ihre Melodie weiter, summte sie beim Kammen, beim Anziehen. Alle Bangigkeit der letzten Begegnung war verflogen. Sie freute, freute, freute sich. Auf Florian, auf ihren ersten Ball. Bis die Zeit herankam, gab es aber noch viele aufregende Heimlichkeiten mit Franzi. Das Dirndl war, ohne dass jemand etwas sehen durfte, aus den Sommersachen herausgesucht und gewaschen worden. Es war ein schwarzgrundiges, armelloses Kleid mit buntem Blumenmuster und dazugehöriger weisser Unterziehbluse. Die Schürze war aus grünem Taft, und auch aus ihr mussten noch einige Flecke herausgerieben werden. Da auch Franzi keineswegs in das katholische Madchenheim ging, sondern auf den Schusterball, wurden die letzten gemeinsamen Ballvorbereitungen in der Mansarde eines andern Dienstmadchens vorgenommen. Endlich war man so weit! Bis zum Schottentor gingen die beiden Bundesgenossen noch zusammen und verabredeten hastig, sich hier um Mitternacht zur gemeinsamen

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