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mit: wenn er etwa gehn wollte — das kam gar nicht mehr in Betracht. Einen guten, einen soliden Eindruck machte der da auf seinem Stuhl nicht. Nun, man musste abwarten, bis das Madel, die Deutsch, kam. Aber mehr und mehr kam dem Kommissar dieser Mensch vor wie einer von denen, deren Leben bisher vielleicht gerade noch die Mitte gehalten hatte zwischen Gefangnis und Irrenanstalt.

Jetzt putzte sich Spacil mit Trompetenton die Nase in ein graublaues Taschentuch und wischte sich dann den schwitzenden Hals und die feuchten Haare. Er tat es völlig geistesabwesend, und es war so nicht seine Gewohnheit.

„Schweinerei, aber das hat man ja oft bei Geistesgestörten", dachte der Kommissar. Er steilte das eher erfreut fest, wie sich ein Arzt an dem Nachweis einer Metastasenbildung freut, wenn sie seine Diagnose bestatigt. Recht haben ist eben für die meisten Menschen von absolut primarer Bedeutung.

Alois Spacil sass nun sehr apathisch da und rührte sich nicht. Uber den Regungslosen fiel gerade die Erinnerung an all das her, was er je über Justizirrtümer gehort und gelesen hatte.

„Das dauert ja endlos lang!" stöhnte er, „wohnt die Person denn weit von hier?"

Der Beamte sortierte ein Aktenstück, heftete erst zwei Blatter mit einer Klammer zusammen und antwortete dann:

„Sie müsste eigentlich schon hier sein!"

In diesem Moment trat mit neugierigem Misstrauen, aber keineswegs unsicher, Johanna ein. Wie eine kleine Katze auf der Lauer setzte sie die Füsse zögernd im Kreuzschritt auf. Zwischen Trotz, Angst und

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