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lachelte etwas fahl: „Sie müssen es entschuldigen . . . Aber Sie kennen ihn ja. Sie wissen, warum er diese fürchterlichen Dinge sagen muB." Sie blieben mehrere Minuten lang stumm, bis Martin fragte: „Aus welcher Sprache stammt eigentlich das Wort Kikjou ? Es klingt wie ein Vogelname . . . HeiBen Sie wirklich so?" Der Fremde schwieg einen Augenblick, ehe er antwortete: „Als ich ganz klein war, in Rio drüben, hat mich eine indianische Kinderfrau so genannt. Und dann Marcel wieder." — Martin nickte.

Sie hatten die Gare de Montparnasse erreicht und bogen links in den Boulevard ein. Die Schwalbe schlug vor, man solle einen Rundgang durch die groBen Cafés machen: „um die Freunde zu sammeln —", als galte es, einen feierlichen oder kriegerischen Umzug zu organisieren. In der „Coupole" fanden die Deutschen keinen ihrer Bekannten; nur Marcel wurde von ein paar jungen Leuten begrüBt, es waren französische Literaten, sie paBten nicht ganz in den Kreis. Im „neuen" Café du Dóme — einer erst seit einigen Jahren eröffneten, etwas eleganteren Dépendance des alten, schon klassisch ehrwürdigen Etablissements — trafen sie Professor Samuel, den Maler: ein betagter Herr, würdig, vaterlich, aber immer noch unternehmungsLustig, nicht ohne verschmitzte, leicht diabolische Züge; Professor Samuel — Schüler der groBen Pariser Impressionisten, von den internationalen Kennern und Sammlern seit Jahrzehnten respektiert; seit Jahrzehnten in den MontparnasseCafés ebenso intim beheimatet wie in den Berliner Lokalitaten gleichen Stils—: er rief mit seinem wunderbaren, orgeltiefen BaB: „Da seidihrja, meine Kinder!" — und zog einen nach dem anderen ans Herz; zuerst Marion, dann Marcel, dann Martin, David, die Schwalbe, und sogar Kikjou, den er gerade erst kennen

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