Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Theo Hummler nickte: „Gleich in den ersten Tagen. Aber sie haben mich bald wieder raus gelassen, ich hatte Glück." — „Hat man sie . . . ?" Marcel fragte es mit Angst in der Stimme. Da er das deutsche Wort nicht gleich finden konnte, deutete er pantomimisch das Prügeln an. „Ob man mich geprügelt hat?" Hummler lachte kurz und grimmig durch die Nase. „Das vergessen sie niemals. — Aber es ist mir weniger schlimm gegangen als vielen von den Genossen.

Doktor Mathes sagte, wobei er sich mit einer gewissen Scharfe an Dora wandte: „Übrigens ist es notorisch, dafl man uns Sozialdemokraten mit noch mehr Grausamkeit behandelt als die Kommunisten. Die Nazis wissen genau, wer ihre gefahrlichsten Feinde sind." — Die Proskauer schüttelte ernst den Kopf. „Ich habe in StraBburg junge Kommunisten gesehen — die waren zugerichtet: grauenvoll. Schlimmer kann kein Sozialdemokrat aussehen, der aus den Kellern der Gestapo kommt."

Theo Hummler, dem der Gegenstand peinlich zu sein schien, wuBte noch zu erzahlen: „Und den Willi haben sie auch gekriegt — du weiBt doch: den kleinen Dicken, der auf unserer letzten Versammlung das Hauptreferat hatte..."

Sie waren vor der Terrasse des „Select" angekommen. Der junge Arzt mit dem rötlichen, feuchten Schnurrbart zog Dora zur Seite. „Mit wem treffen wir uns da eigentlich ?" fragte er mifitrauisch. „Wenn es feine Leute sind, gehe ich lieber nicht mit. Ich sehe unerlaubt schabig aus ..." Auch der Volksbildungs-Mann hatte Bedenken: „In diesen Montparnasse-Cafés sollen besonders viel Spitzel sein. Man sagt, sie geben einem zu trinken und versuchen dann rauszukriegen, was für Beziehungen man nach Deutschland hat." Die Proskauer bekam etwas unruhige Augen, die angstlich an der Nase vorbei-

Sluiten