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blickten. „Ich weiB wirklich nicht. . murmelte sie. „Es sind Freunde der Kameradin Schwalbe..." Nun mischte diese sich ins Gesprach, wahrend David Deutsch und Marcel schon langsam die Terrasse betraten, auf der alle Tische dicht besetzt waren. — „Seid doch nicht übertrieben vorsichtig!" riet die Alte. „Ich kenne fast die ganze Bande da drinnen — und den Freunden meiner Freunde miBtraue ich nie!" — „Na ja", entschied Hummler, nachdem er sich mit dem Doktor durch Blicke, Achselzucken und Kopfschütteln nicht sehr taktvoll verstandigt hatte. „Machenwir alsomit! Man will kein Spielverderber sein!" — Die Schwalbe erklarte noch: „Es ist wohl so ein alter Berliner Bankier dabei, ein Freund vom Maler Samuel. Das scheint so einer, dergernefür einen ganzen Haufen von Leuten die Rechnung bezahlt." — „Ist ja ganz angenehm!" rief Hummler, durch diese Mitteilung besserer Laune gemacht. Er und Doktor Mathes lieBen herzliches Gelachter hören, die Schwalben-Wirtin stimmte dröhnend ein, auch die Proskauer hatte ein dunkel platscherndes kleines Lachen. Theo Hummler wunderte sich selbst: „DaB man bei den Zeiten noch vergnügt sein kann!" Dabei hatten sie den Tisch erreicht, an dem Bankier Siegfried Bernheim prasidierte.

Professor Samuel schien die Unterhaltung zu beherrschen; als die Schwalbe mit ihren Freunden zur Gesellschaft stieB, lieB er eben seinen prachtvollen BaB hören: „GewiB, jeder von uns hat viel aufgeben müssen. Ich hatte gerade SchluB gemacht mit dem Vagabundenleben — reichlich spat, wie manche meiner Freunde fanden —, und war wohlbestellter Professor in Berlin geworden, mit festem Einkommen, einem hübschen Atelier in Dahlem und nur noch ganz geringfügigen Schulden. Ein ruhiger Lebensabend war mir aber wohl nicht beschieden. Da sitze ich

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