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Das stimmte zwar nicht; aber der Professor wollte Frieden und gute Stimmung am Tisch. Die Kabarettistin inzwischen schrie: „Kinder, ich habe Hunger!" Dabei bekam sie blutgierige Augen und legte sich die Hande dramatisch auf die Magengegend. Bernheim, ob er es gerne tat oder nicht, mufite auchfür sie ein Paar Würstchen kommen lassen.

Marcel war in aller Stille an einen anderen Tisch gegangen, wo er in seiner eigenen Sprache plaudern konnte. Die etwas wirre Konversation der Deutschen war ihm mit der Zeit lastig und unverstandlich geworden. Mit einem sonderbaren Vogelruf, der halb klagend und halb lockend klang, rief er nun Marion herbei, um sie seinen Freunden vorzustellen.

Kikjou, der lange Zeit schweigend neben der Schwalbe gesessen hatte, sagte plötzlich: „Wenn ich diesen ungarischen Grafen da am Nebentisch anschaue, dann werde ich so traurig — so fürchterlich traurig . . . Ich denke mir, es wird euch allen — uns allen so ahnlich gehen . . . Am SchluB sitzen wir irgendwo mit ausgefransten Armeln und spielen Schach mit uns selber ..." — „Was für ein Unsinn! rief die Schwalbe, und fügte lachend hinzu: „Wir sind doch keine alten Grafen und haben keine Güter weggeschenkt, denen wir nachtrauern könnten!"

Martin schaute aufmerksam zu Kikjou hinüber, von dem er durch die ganze Breite des Tisches getrennt war. Kikjou erwiderte seinen Bliek, still und ohne zu lacheln. Martin hatte gerne mit ihm gesprochen; aber eben steilte sich ihm der junge Deutsche vor, den Samuel auf der Terrasse der „Coupole" kennen gelernt hatte. „Mein Name ist Helmut Kündinger", sagte der Junge, leise, als vertraute er dem anderen ein Geheimnis an. Dabei erhob er sich halb und schlug ein wenig die Hacken zusammen. „Sie sind auch Emigrant?" erkundigte er sich schüchtern.

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