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nichts ein. Der junge Mensch preBte sich ein groBes, nicht ganz sauberes Taschentuch vor den Mund, wie um einen Schrei zu ersticken. In das Taschentuch hinein sprach er — man konnte seine Worte kaum noch verstehen —: „Seitdem das geschehen ist, kam mir in Göttingen alles so beschmutzt vor . . . Ich konnte es gar nicht mehr aushalten. Und als ich zu meinen Eltern nach Westfalen fuhr, war es dort auch nicht besser. Die Heimat war mir verleidet. Ich muBte weg — ich muBte einfach weg . . . Verstehen Sie mich doch bitte!"

„Ich verstehe Sie", sagte Martin.

Die Schwalbe begrüBte mit groBem Hallo, KuB und Umarmung ein blondes junges Madchen, das eiligen Schrittes vorüber kam. „Meisje!" jubelte die Alte. „Bist du auch hier! Nein, so was!" — Meisje war Stammgast bei der Schwalbe gewesen: „das prachtvollste Geschöpf, das ich je gekannt habe!" — wie die Wirtin dem ganzen Kreise enthusiastisch versicherte. Wirklich sah sie sehr prachtvoll aus, mit ahrenfarbenem Haar und hellen Augen, die sowohl sanft als entschlossen blickten. Bankier Bernheim schmunzelte; die Herren Mathes und Hummler schienen gleich Feuer und Flamme. Ilse 111, mit der Beide bis zu diesem Moment in bescheidenen Grenzen geflirtet hatten, saB plötzlich unbeachtet mit ihrer Reitpeitsche und ihrem zu bunten Gesicht. Sie lieB sich gehen, stützte die Stirn in die Hande und sah müde aus. Es hel auch auf, daB ihr Abendkleid recht aus der Mode und stellenweise zerschlissen war. Wahrscheinlich trug sie es nur, weil sie durchaus nichts anderes anzuziehen hatte. Durch die Reitpeitsche hoffte sie wohl, ihrem reduzierten Aufzug eine flotte, exzentrische Note zu geben.

Der einsame Schachspieler am Nebentisch erhob sich und schob die Figuren weg, wobei er noch einmal den

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