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Die Russin tat zu Anfang des Gespraches, als wüBte sie nichts davon. Sie umarmte und küBte Marion, wie immer, und bemerkte nur: „Auch wieder einmal in Paris, mon enfant!" Sie sah würdevoll und appetitlich aus, in einem altmodischen schwarzen Kleid mit Schleppe und elfenbeinfarbigen Spitzen am Halsausschnitt wie an den Manschetten.

,,Es ist immer so schön, in eurer Stube zu sein", steilte Marion befriedigt fest, als sie sich am kleinen Tee-Tisch gegenüber saBen. ,,Und all eure komischen kleinen Sachen: ich freue mich immer, wenn ich sie wiedersehe ..." — Das Wohnzimmer der Familie Rubinstein, in dem Mademoiselle Germaine nachts auf der Ottomane schlief, war überfüllt mit allerlei seltsamen Gegenstanden, die der Hausherr sammelte. „Mon pauvre Léon", pflegte Anna Nikolajewna etwas mitleidig zu sagen, „es macht ihm plaisir . . ." Die Kollektion bestand teils aus den Modellen alter Segelschiffe, die auf der Kommode und auf mehreren Regalen placiert waren; teils aus ausgestopften Vögeln und Fischen, deren bizarre Formen alle vier Wande zierten. Zwischen den Schwertfischen, Flundern, Adlern und Papageien gab es, mit roter und grüner Farbe an die Wande gemalt, ein sonderbares System von Linien, Pfeilen und Kreisen; ein mystisch und bedeutungsvoll wirkendes Netz, das „le pauvre Léon" kindisch-emsig angefertigt hatte und von dem niemand, auch Anna Nikolajewna nicht, wuBte, ob es einen geheimen, nur seinem Schöpfer bekannten Sinn enthielt, oder nichts als das Resultat von Schrulle und unbeschaftigter Künstlerlaune war. Das enge Zimmer, vollgestopft mit Möbeln, allerlei NippesSachen, kleinen russischen Andenken und mancherlei Reiseerinnerungen, überfüllt mit Photographien und den Spiegein, Tassen und Blumenvasen, die Madame mit Barockengeln oder Blumen bemalte, bot einen

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