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zugleich traulichen und beangstigenden Anblick. Meistens war es auch noch von dickem blauen Rauch erfüllt, da keines der Familienmitglieder auf die Zigaretten mit den langen Papp-Mundstücken verzichten konnte, und sie alle eine Aversion dagegen hatten, das Fenster zu öffnen.

„Ja, es ist ein gemütlicher Raum", sagte Anna Nikolajewna, wahrend sie ihrem Gast Kirschenkonfitüre und kleines Geback auf den Teller legte. „Aber mein pauvre Léon wird immer trauriger. Er spricht nicht viel, aber ich sehe doch, wie er sich gramt. . . Und neuerdings macht mir die kleine Germaine Vorwürfe . .

„Worüber macht sie Ihnen denn Vorwürfe?" wollte Marion wissen.

Madame Rubinstein sagte leise: „DaB sie nicht in RuBland sein darf."

„Aber was für ein Unsinn!" rief Marion aus. „Wie kann sie Ihnen darüber Vorwürfe machen?"

Anna Nikolajewna zuckte die Achsel und lachelte betrübt. Erst nach einer kleinen Pause sagte sie: „Germaine hat mir neulich versichert, daB sie in der SowjetUnion glücklicher sein würde als hier. Sie ist sehr aufgeregt gewesen und hat geweint. Es war ein Irrtum von euch — hat sie mich angeschrien—, es war ein Irrtum und auch eine Sünde von euch, die Heimat aufzugeben. Man soll die Heimat nicht aufgeben •— hat die kleine Germaine unter Tranen gerufen —, man soll sie unter keinen Umstanden aufgeben; denn sie ist unersetzlich. Wenn die Heimat leidet, muB man mit ihr leiden — ich wiederhole immer nur Germaines sehr heftig vorgebrachte Worte —; man soll weder klüger noch glücklicher sein wollen als die Nation, zu der man gehort. Übrigens — ich zitiere immer noch das weinende neunzehnj ahrige Kind —, übrigens sind die Katastrophen ja kein

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