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In einer Bar am Rembrandt-Plein, im Zentrum der Stadt, wo Benjamin gelegentlich spat nachts noch einen Bols getrunken hatte, saB hinter der Theke ein geschminktes, hochblondes, üppiges, dummes und freundliches deutsches Madchen.Sie war recht beliebt bei den hollandischen Stammgasten. Eines Nachts kam Benjamin dazu, als ein wohlbeleibter, rotgesichtiger, gut gelaunter, ziemlich stark alkoholisierten Amsterdamer Geschaftsmann mit der kessen und gutmütigen Berlinerin scherzte. Den Hut keek im Nacken, den Paletot aufgeknöpft, die dicke Zigarre im Mund, saB der muntere Bürger auf dem hohen Barstuhl und versuchte, einen Berliner Witz zu erzahlen. Benjamin nahm neben ihm Platz und wechselte seinerseits ein paar deutsche Worte mit dem Madchen, das er nicht zum ersten Mal sah. Daraufhin verstummte der Hollander und sah ihn miBtrauisch an. Nach einer etwas bedrohlichen Pause fragte er, die Augen böse zusammen gekniffen:

„Auch Deutscher?"

Benjamin muBte bejahen. Der Hollander schnalzte mit der Zunge, schüttelte den Kopf, zuckte die Achseln; es war eine ganze Pantomime der Ratlosigkeit und des Bedauerns, die er aufführte. Endlich schrie er, sehr laut, aber mehr verzweifelt als zornig:

„Auch ein Deutscher!! Nun möchte ich aber doch wissen: Warum sind alle diese Leute hier?! . . . Warum ?!" rief er immer wieder, empört und jammernd, als ware ein Heuschreckenschwarm in sein Land eingebrochen und trafe Anstalten, es zu verwüsten. Das Barmadchen lachte herzlich. Sie fühlte sich gar nicht betroffen. Ein so erfreulich hochbusiges, schmuck hergerichtetes und verführerisches Lebewesen wie sie, war nicht zunachst Deutsche, sondern Frau. Die platinblonde Berlinerin konnte den erregten Gast nur beruhigen, indem sie ihm

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