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sie ein Stück Weges mit; aber es geschah ziemlich selten. Die meisten fuhren hochmütig vorüber und lieBen die zwei Vagabunden auf der LandstraBe stehen. Wenn ein Gendarm in die Nahe kam, muBte man sich unsichtbar machen. Es war kein gutes Leben. Manchmal hatten sie sich genug Geld erbettelt oder verdient, um eine kleine Strecke im Zug zu fahren.

In Basel trennten sie sich. Sie waren beide relativ guter Dinge. Schweizer Freunde hatten ihnen zu essen gegeben und etwas anzuziehen; denn die Anzüge, die sie unterwegs getragen hatten, sahen schon unerlaubt aus. Hans wollte nach Frankreich.

— „Und wenn sie dich dort erwischen ?" fragte Ernst. Hans gab zurück: „Und wenn sie dich hier erwischen ?

— Nach Deutschland können sie uns doch nicht schicken, wir sind politische Flüchtlinge, sowas laBt sich beweisen. Sie befördern uns bei Nacht ünd Nebel über die nachste Grenze. Dann sind wir wieder in einem Land, wo wir eigentlich nicht sein dürften — und so wird das wohl ewig mit uns weiter gehen." Hans brachte es fast mit Munterkeit vor. Er war guter Laune; denn er hatte Bier und Wurst im Leib, und ein frisches Hemd darüber. Die Schweizer Freunde waren nettzu ihm gewesen, obwohl er kein Parteigenosse von ihnen war.— „Europa ist ein gastlicher Erdteil!" riefer aus — halb wirklich dankbar wegen Wurst und Bier; halb bitter im Gedanken an die Schikanen, die wahrscheinlich bevorstanden. „Irgendwo wird man schon Verwendung für mich finden," meinte er. „Ich habe an die Fremdenlegion gedacht . . . Aber erstens soll das so eine gemeine Schinderei sein; zweitens würden die mich wahrscheinlich auch nicht nehmen — und drittens hat es überhaupt keinen Sinn. Vielleicht wird es bald mal eine bessere Gelegenheit geben, sich totschieflen zu lassen ..." —

Ernst hoffte, noch eine Weile in der Schweiz blei-

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