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ben zu können. Er hatte ein paar Empfehlungen nach Zürich, und genug Geld, um im Zug dorthin zu fahren. Nun hieB es Abschied nehmen von Hans.

Sie waren fast drei Jahre lang miteinander gewesen. Sie dachten beide an ihr enges Zimmer in Prag, und an die Madchen, die sie mitgenommen hatten, und an die ersten schonen Spaziergange durch die Stadt, und an all das weniger Schone, das gefolgt war, im Laufe dieser Monate, dieser Jahre. Sie hatten so viel, woran sie sich jetzt erinnerten, dafi sie lieber nicht davon sprachen. Sie sagten nur: „Machs gut, Hans." Und: „Machs gut, Ernst. Hoffentlich sehen wir uns bald einmal wieder." — Als sie sich die Hande schüttelten, sahen sie sich nicht dabei an. Drei Jahre sind eine lange Zeit.

Dann fiel dem Hans noch was ein: ,,Wenn du schon in Zürich bist, könntest du eigentlich dieses Madel anrufen, das mir seit 1933 Briefe schreibt. Sie heiBt Tilly Kammer. Warte, ich weiB ihre Adresse auswendig . . . GrüBe sie schön von mir und sag ihr, es tut mir leid, daB ich sie jetzt nicht kennen lerne. Vielleicht besuche ich sie ein anderes Mal — sag ihr das von mir." — Ernst notierte sich die Adresse. Dann gaben sie sich nochmals die Hand.

„Und schreib mir mal 'ne Ansichtskarte!" — „Wohin ?" fragte der Andere. — „An Hans Schütte, Europa."

Zum SchluB ein Gelachter — damit man die Tranen nicht sah.

In Zürich meldete sich Ernst telephonisch bei Tilly von Kammer. „Ich bin namlich ein Freund von Hans Schütte," erklarte er. „Der hat mir GrüBe an Sie aufgetragen." — Ein Freund von wem? Tilly verstand nicht gleich. Sie hatte ja immer nur an H. S., Poste Restante geschrieben. WeiB Gott, warum

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