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lose, absurde kleine Komödie — da er ja gerade noch, nackt und wach, durchs Zimmer geschritten war. Der Beamte lieB sich überhaupt nicht auf sie ein. Zwischen ihm und Ernst begann der schreckliche Dialog.

„Ihren PaB, bitte!" — Ernst, den Schlaftrunkenen mimend: „Wie beliebt ?"— Der Beamte, entschieden scharfer: „Ihren PaB!" — „Den habe ich nicht bei mir." — „Wo haben Sie ihn!" — „Bei . . . bei Bekannten ..." — Der Beamte, sehr höhnisch: „Bei Bekannten, aha!" Plötzlich auf ihn losfahrend: „Sie besitzen wohl gar kein gültiges Ausweispapier ?!"

Nun versuchte Ernst sein Glück mit einer wehleidigen Miene und mit einer etwas künstlich' pathetischen Sprechweise. „Herr Kommissar — jetzt sage ich Ihnen die ganze Wahrheit. Mein PaB ist abgelaufen. Ich habe auch keine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz. Ich bin ein politischer Flüchtling."—Daraufhin der Beamte, höflich aber bestimmt: „Stehen Sie auf und kommen Sie mit mir!" Ernst sagte noch, völlig sinnloser Weise: „In Berlin bin ich eine Art von Kollege von Ihnen gewesen — auch von der Polizei . . . Ich bin unschuldig in diese Lage gekommen ..." — Der Herr blieb unnahbar. „Das können Sie alles auf der Wache erzahlen. Ziehen Sie sich an!"

Tilly mischte sich ein. „Wenn ich vielleicht für meinen Freund irgendwie garantieren könnte . . ." Auf diesen Vorschlag hin hatte der Beamte nur eine abwinkende Gebarde und einen Bliek, der mehr gelangweilt als böse war. Ernst hatte damit begonnen, sich anzuziehen. Wahrend er in die Socken fuhr —- dicke, gestrickte Wollsocken, mit Löchern an den beiden Stellen, wo die groBen Zehen sitzen — wollte er wissen: „MuB ich gleich wieder über die Grenze ?" Seine Stimme kam schleppend, sein Ge-

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