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So sind junge Martyrer auf Heiligenbildern dargestellt j— denkt stolz die Mutter. Was muB er alles durchgemacht haben, daB er so schön werden konntel

Eine halbe Stunde lang unterhalt Martin sich bei ganz klarem BewuBtsein, fast angeregt, mit seiner lieben Mama. Mühsam flüsternd erkundigt er sich nach allerlei: „Wie sieht es denn aus in Berlin ? — Ich kann es mir schon gar nicht mehr vorstellen . . . Überhaupt", fallt ihm plötzlich ein, „ich weiB ja gar nicht mehr, was los ist; seit Wochen habe ich keine Zeitungen gesehen. Warum bringt man mir eigentlich keine Zeitungen mehr ?" fragt er mit einer gewissen Gereiztheit. David Deutsch lachelt um Verzeihung bittend, wobei er sich seitwarts verneigt. Aber Martin winkt schon wieder ab: „Du hast ja ganz recht. Was soll ich mit Zeitungen ? Steht ja doch immer nur derselbe Schwindel drin. — In Deutschland wird es nie mehr besser werden . . . Du kannst froh sein, dafi du jetzt in Paris bist, Mama . . . Paris ist sehr hübsch, bist du denn schon auf der Place de la Concorde gewesen ? Eine groBartige Sache . . . Ich werde dich nachstens mal hinführen ..." — „Ja ja," sagt die Mutter, „du wirst mich nachstens mal hinführen."

Martin verstummt, Schleier scheinen sich vor seine Augen zu senken, ihr Bliek gleitet ab, ins Leere. Nach einer lange Pause sagt er noch: „Früher konnte es in Berlin sehr nett sein . . . Reizend . . . Warum bin ich eigentlich so lang nicht dort gewesen? Zu dumm, so lang von zu Hause fort sein . . . Ich möchte Kikjou einmal Berlin zeigen. . . Wo ist Kikjou?!" schreit er plötzlich.,, Ich will Kikjou suchen! Ich muB nach Berlin, mit dem kleinen Kikjou!!" Er wirftdie Decken von sich, David muB ihn halten, damit er nicht aus dem Bette springt. Die Mutter legt die Arme um seinen Hals. Er wird ruhiger. „Kikjou

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