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deines Aufenthaltes ? — Wie schade, wie jammerjammer-schade, daB du nicht mehr mit uns sein kannst ..."

Dieses war die höchst überraschende, teilweise anstöBige und teilweise ergreifende Trauerrede der alten Schwalbe. Sie hat geendigt, nun tritt sie zurück und wischt sich die Augen mit einem groBen, nicht ganz sauberen Mannertaschentuch. Viele weinen im Kreise; andere schauen starr und gramvoll vor sich hin. Jemand aber stöBt einen kleinen,durchdringenden Klagelaut aus — es klingt wie das Heulen eines fremdartigen Tieres in der Nacht. Dieser Jammerruf kommt von Kikjou; er hat sich bis jetzt ganz still im Hintergrund gehalten, nun aber taumelt er, er scheint niedersinken zu wollen, ja, er ware gestürzt, wenn nicht David Deutsch ihn aufgefangen hatte. David ist mit elastisch-behenden Sprüngen herbei gehüpft; er lachelt verzerrt, mit verzweifelter Höflichkeit, und in den Armen halt er den Knaben, an dem Martins Herz mit so unglücklicher und zaher Leidenschaft hing; den problematischen kleinen Vagabunden, den grüblerischen Aventurier —: eine wie leichte Last ist er an Davids Brust, David ist doch gewiB nicht sehr stark, sicherlich ist er kein Riese, aber der kleine Kikjou wiegt so gut wie nichts. Und wie bleich Kikjous Gesicht ist — buchstablich alle Farbe ist aus ihm gewichen, auch die Lippen sind weiB, nur auf den geschlossenen Lidern und unterhalb der Augen gibt es dunkle Töne; schwarzlich-graue, blaue und violette Schatten sind wie mit einem Pinsel in die kranke Helligkeit dieses leidenden Gesichts getupft. — Ein paar Sekunden spater nimmt Kikjou sich wieder zusammen; er lachelt mühsam: Danke; er drückt David die Hand, und nun kann er schon ohne Hilfe stehen.

In traurigem Défilé ziehen die Stammgaste der „Schwalbe" und die paar Fremden an Martins Eltern,

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