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leichten Widerwillens, den sie spürte. ,Das sind unkontrollierte AfFekte,' sagte sie sich. ,Er ist sicher ein anstandiger, brauchbarer Mensch.'

In der Métro, auf der Fahrt vom Friedhof nach Montparnasse, berichtete er von seinen Abenteuern im Konzentrationslager. „Lustig war es auch manchmal!" Dabei hatte er ein trotziges kleines Auflachen, und was folgte, war eine umstandliche Anekdote von der humoristischen Sorte, in der heimliches Zigarettenrauchen, die Dummheit eines SA.-Führers und die schlauen Einfalle eines „jüdischen Kameraden" die Hauptrolle spielten. Jemand erkundigte sich, wann er denn ins K. Z. gekommen sei — worauf er munter erwiderte: „Na, doch natürlich schon im Frühling 33, ist ja Ehrensache. Mich haben die Hunde doch besonders auf dem Strich gehabt, wegen meiner Tatigkeit an den Universitaten. Hat denn keiner davon gehort, was ich da alles angestellt habe ?" Jemand glaubte sich zu erinnern. Konradi kramte in seiner Brieftasche und holte Papiere hervor, die seine Einlieferung ins Konzentrationslager bestatigten. „Ein offizielles Abgangszeugnis habe ich nicht," lachte er geheimnisvoll. Er sprach gedampft und schickte angstliche Blicke durch den Waggon. „Man weiB doch nie, wer einem gegenüber sitzt," raunte er, wobei er die Stahlaugen miBtrauisch zusammen kniff. „Hier in Paris wimmelt es ja von Spitzeln .. ."

Die Patronne des Hotels hatte das Ehepar Korella und Monsieur David Deutsch selber nach oben geleitet. Es bedeutete einen heftigen und qualendrührenden Eindruck für David, den Raum wieder zu sehen, in dem er Martin so unzahlige Male besucht hatte —: das stattliche Atelier mit dem hübschen Bliek aus dem groBen Fenster; das komfortable Studio mit breitem Divan und eigenem Bad, das eigentlich im-

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