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wieder von Spanien. Sein Publikum hatte sich vergröBert; die Gruppe, die gerade vom Friedhof kam, lauschte ihm mit derselben gespannten Anteilnahme wie die anderen, die schon vorher im Lokal gewesen waren. „Es gibt ja so viel Wunderbares von da unten zu berichten!" Der Bursche, in seiner rauhen Lederjacke, hatte Haltung und Mimik des Seefahrers, der, aus weit entfernten Landern zurück kommend, den Daheimgebliebenen, die Mund und Augen aufsperren, von den wilden, schonen Abenteuern meldet, die hinter ihm liegen. — ,,Ich habe so viel echtes Heldenturn gesehen, bei den spanischen Kameraden und bei denen von den Internationalen Brigaden! Ich bin Zeuge von so viel rührenden, einfachen und groBen Taten gewesen, daB ich jetzt nie mehr ganz am Menschen verzweifeln kann, was auch immer geschehe. — Was auch immer geschehe!" wiederholte der junge Hollander, wobei er mit der Faust beinah zornig auf den Tisch schlug — und es leuchteten ihm die Augen — „Da war zum Beispiel dieser Bursche aus Valencia — achtzehn Jahre war er alt, fast noch ein Kind —, der in der Siudad Universitaria einen verwundeten französischen Kameraden aus dem dichtesten Feuer holte. Er wurde selber ziemlich arg dabei zugerichtet, und als er, mit dem halbtoten Franzosen in den Armen, keuchend auf dem Verbandsplatz ankam, brach er zusammen. Ein paar Leute eilten ihm zu Hilfe — und ich sehe noch, wie der Junge lachelte, als er hervor brachte: .Blessure, nada. Frère frangais sauvé."

Der junge Hollander schaute sich strahlend im Kreise um. Alle schienen gerührt und begeistert. Nur das „Meisje" — die schone Blonde mit dem Gesicht eines militanten Erzengels — schüttelte ein wenig den Kopf, wahrend sie leise, mehr zu sich selber als zu den anderen, sagte: „Es kommt mir oft so sonder-

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