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listen oder Börsenschieber, lauter Parvenüs, die Meisten waren ja erst nach dem Krieg aus Polen oder RuBland eingewandert — für diese Ostjuden haben wir deutsch-jüdischen Patrizier nichts übrig gehabt." Herr Meyer sagte es streng, seine Frau nickte, bekam aber ihrerseits eine klagende Stimme, als sie hinzufügte: „Nun müssen wir leiden, weil die Ostjuden ge sündigt haben. Man ist ungerecht gegen uns, aber lange kann das nicht dauern, die Deutschen werden bald einsehen, daB sie sich geirrt haben, was die guten, die richtigen Juden betrifft: sie werden uns bitten, heimzukehren, ich freue mich schon darauf!"

Ganz entschieden: die Reise war kein Vergnügen. Das Schiff kam Marion wie ein luxuriöser Kafig vor; es wurde enervierend und qualend, jeden Tag die gleichen, gelangweilten Mienen zu sehen; die langen Mahlzeiten, die stumpfsinnigen Deck-Promenaden, sogar das Ping-Pong- Spiel — alles wurde zur Marter. Sie freute sich auf die Ankunft wie ein Kind auf Weihnachten. Sie freute sich auf New York. Gierig las sie in der Reklame-Broschüre, die man in den Kabinen verteilte:

„New York est la ville gigantesque, elle s'est développée entre deux rivières, en remontant tous les dix ans vingt rues dans le nord, de telle sorte que maintenant, de la Battery a Bronx, il y a trente kilomètres de maisons. Avec ses cinq ,boroughs', Bronx, Brooklyn, Queens, Manhattan and Richmond, New York est un véritable monde. — Désormais, vous sentirez toujours de 1'autre cöté de 1'océan frémir, trépider, peser cette prolifération inouïe, cette formidable masse de monuments inimaginables abritant une agglomération d'humanité sans pareille . .

. . . Die Ankunft hatte festlichen Charakter. Marions Agent war zur Stelle: ein munterer Herr und aufierst zuversichtlich, was Marions Chancen ,,in this country"

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