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Und, die Stirne gesenkt, die Augen beinah geschlossen, wie geblendet von einem zu starken Licht, brachte er noch hervor: „Ich muB mich opfern ... Es wird das Opfer verlangt ..."

Wie kannte Marion diese Worte! Wie vertraut waren ihre diese Blicke, diese stolzen und verzweifelten Gesten! Der italienische Proletarier schien den Pariser Intellektuellen zu kopieren — und meinte es ernst und ehrlich als dieser. ,Es wird das Opfer verlangt . . .' Dies ist nicht die Stunde des kleinen Glückes, und auch das groBe wird uns kaum gewahrt. Die Welt will anders werden, sie windet sich in Krampfen, das Böse hebt scheuBlich machtig das Haupt, wir werfen uns ihm entgegen, und wenn wir verbluten sollen an seinem BiB: Es wird das Opfer verlangt. Menschliche Bindungen, zarte Rücksicht auf die Geliebte kommen kaum in Frage: die Zeiten sind nicht danach. Wir umarmen uns, und das Glück ist heftig, weil es flüchtig bleibt. Leb wohl, und vergiB mich nicht! Wir sind Emigranten, du und ich, das Böse hat uns die Heimat gestohlen, die Heimatlosen kennen keine Treue. En somme, Madame, vous êtes sans patrie. Hatten Sie sich denn ein stilles Eheglück mit mir erwartet, chère Madame ? Ich bin ein anarchistischer Fensterputzer —: Sie wuBten doch, wem Sie sich hingaben, in diesem Hotelzimmer, wo es etwas übel riecht. Adieu adieu: dieses ist Abschied — eine Realitat; die Realitat unseres Lebens.

Marion — an gewissen praktischen Details trotz allem interessiert — erkundigte sich: „Wann dachtest du denn zu reisen?" Seine Antwort war finster und allgemein gehalten. „Ich weiB noch nicht . . . Bald — nur zu bald . . . Vielleicht treffe ich meinen kleinen Bruder Luigi in Paris . . . Ich erwarte ein Telegramm . . . Ich muB auf einem Dampfer arbeiten, um nach Europa zu kommen — als Heizer, oder als

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