Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

das Wort. Immer wieder müssen wir uns die Greuelberichte über die Schandtaten der nationalen, aufbauenden, erhaltenden Diktaturen anhören; für die Exzesse des absolutistischen Bolschewismus scheinen unsere Antifascisten sich viel weniger zu interessieren. Gibt es in Sowjet-RuBland eine Presse-Freiheit —ja oder nein ? Ist in Sowjet-RuBland gemordet worden ? Wird dort weiter gemordet ? Ja —- oder nein ?" Er brüllte, seine Miene war purpurn, den Oberkörper hielt er immer noch vorgereckt. „Ich bin gewiB kein Fascist" — dabei schnaufte er heftig — „meine Freunde hier wissen das. Aber ich finde, wir sollten nicht unfair sein. Beschönigen oder verschweigen, wenn es sich um RuBland handelt; übertreiben und hetzen, wenn Deutschland zur Diskussion steht —: das geht nicht! Das ist gegen die guten Sitten!"

Seine Rede hatte einen gewissen Eindruck gemacht. Der junge Mann hatte flieBend, dabei temperamentvoll gesprochen. Erst zum SchluB war er etwas aus der Form geraten. Durch seine Unhöflichkeit gegen Marion hatte er Sympathien verloren. — Mrs. Piggins, die Diskussions-Leiterin, war nervös geworden. Sie flüsterte Marion zu: „Furchtbar unangenehm! Herr Fröhlich ist ein deutscher Austausch-Student — ein begabter Junge, recht beliebt im College. Er hat niemals Sympathien für die Nazis offen zugegeben; war immer sehr zurückhaltend, durchaus objektiv. Was ist nur in ihn gefahren? Wie peinlich! Ich hatte ihn nicht sprechen lassen sollen! Nun müssen Sie ihm erwidern, Fraulein von Kammer!"

Marion war im Begriff, sich ihre Antwort zurecht zu legen. Diesen Burschen muBte man abfahren lassen! Welch gemeiner Demagogentrick: in die Diskussion ein Thema zu zerren, das abseits lag und nur Verwirrung stiften konnte! — Sie öffnete

Sluiten