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—- die amazonenhafte Allüre kann keinen tauschen, der dich wirklich kermt." — „Amazonenhafte Allüre?" Sie schien ein biBchen gekrankt. Er belehrte sie zartlich: „Du hast ein Element, einen Teil deines Wesens über-betont —: ein echtes Element, einen wichtigen Teil; aber etwas anderes ist zu kurz gekommen. Du warst zu aktiv. Du hast deine jungen Freunde geliebt — beinah wie ein Mann die Frau lieben soll. Dadurch hast du dir viel Schmerz angetan, und bist reif geworden, weil du gelitten hast. Jetzt beginnt etwas Neues für dich, auf der Höhe deines reichen Lebens. Du wirst ein Kind haben, und du erlaubst einem Mann, dich zu lieben."

Marion hörte sich dies an und fand es teilweise richtig. Gerade deshalb wurde sie argerlich. Sie zerknackte Streichhölzer zwischen den Fingern. „Die Zeit der Jugend-Tollheiten ware also vorbei." Ihr Lacheln war ziemlich sauer. „Darauf lauft deine kleine Predigt doch wohl hinaus." — Er blieb ernst, obwohl sie kicherte. — „Etwas Neues fangt an!" erklarte er, mit bewegtem Nachdruck.

Er rührte sie, durch seine feierliche Unbeholfenheit. Sie fand ihn auch etwas komisch. Sie fühlte sich sehr wohl in seiner Nahe, er hatte eine beruhigende Wirkung auf sie. Ihr Lachen bekam sanftere Laute. Ihr lachendes Gesicht barg sie an seiner Schulter. Er hörte sie sagen: „Alter Benjamin! Ich mag dich . . . Ich mag dich . . . Wenn du nur nicht immer wie ein Lehrer sprechen wolltest! Natürlich fangt etwas Neues an. Das Leben hat es so an sich, immer neue Situationen zu produzieren. Das ist ja das Interessante! — Das ist ja das Schone...," gestand sie, an seiner Schulter. —

Am Sylvester-Abend gab Professor Abel eine „party" in seiner gemütlichen kleinen Wohnung. Marion erschien vor den übrigen Gasten — Benjamin hatte

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