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Nazi-Deutschland aber gute Freundschaft halten. Jüdische Intriganten beabsichtigten, la douce France in den Krieg zu zerren — angeblich um die Tschechen zu retten, in Wahrheit wegen der jüdischen Interessen. Die jungen Herren waren sehr ergrimmt. Einer von ihnen blickte drohend zu David Deutsch hinüber. Die hebraische Zeitung wirkte wie ein rotes Tuch auf die forschen Jünglinge — die reichlich Wein konsumiert hatten.

Der Engel war sehr besorgt. Er raffte das dunkle Kleid und schwebte auf David zu. Gleichzeitig standen auch die jungen Herren auf; sie hatten ihre Mahlzeit beendet, ihre Rechnung bezahlt. Würde alles gut gehen ? War die Gefahr überwunden ? Die Camelots hatten die Tür erreicht, der Rabbi lieB einen Seufzer der Erleichterung horen; nur der Engel — hinter Davids Stuhl — blieb kummervoll und gespannt.

Einer der Jünglinge — es war der mit dem hübschen Bartchen — machte Kehrt. Es erschien ihm wohl unertraglich, das Lokal zu verlassen, ohne den frechen Israeliten eine Lektion erteilt zu haben. Hebraische Zeitungen — mitten in Paris! C'est trop fort, après tout! Dies Gesindel —: durfte es sich alles erlauben ?

Leicht schwankend, doch in aufrechter Haltung, durchschritt der junge Herr nochmals das Restaurant. Vor David Deutsch blieb er stehen. Der wuBte schon, was nun kommen würde —: er hatte es zwei Mal erlebt. Es gibt Cauchemars, die man, in gewissen Abstanden, immer wieder, immer noch-einmal traumen muB. Ein S.A.-Mann hatte gespuckt, auf dem Kurfürstendamm, in Berlin —: wie lang war es her ? Er hatte: „Saujud!" dazu gesagt — mit gelassener, beinah freundlicher Stimme. Umso erregter war die amerikanische Dame gewesen, mit ihrem: „Sales Boches!" Übrigens, eine Spuckerin ersten Ranges — sie

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