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wohin du gehen solist! Du hast doch für uns gekampft!"

„Darauf bilde ich mir nichts ein," sagte Schütte. „Ich habe gegen den Fascismus gekampft. Das war meine Pflicht. Ich kann nicht verlangen, daB man mich ewig durchfüttert, weil ich meine Pflicht getan habe."

Der Spanier schien nicht ganz einverstanden. „Hast du denn etwas Geld — in Frankreich draufien?" forschte er weiter. Schütte erklarte: Keinen Centime — woraufhin der Kamerad erst recht nachdenklich wurde. Schütte tröstete ihn: „Es wird schon irgendwie gehen. So schnell verhungert man nicht." Sie schwiegen eine Weile. Draufien fiel ein Schufi, sie achteten nicht darauf. Schütte sagte:

„Vielleicht werde ich bald an einer anderen Front gebraucht. Ich denke mir, die Tschechen werden sich wehren — wie ihr euch gewehrt habt. Dann bin ich wieder dabei ..." Es klang gar nicht prahlerisch; eher etwas müde. — „Meinst du, eskommt bald zum grofien europaischen Krieg ?" fragte der spanische Kamerad. Schütte zuckte die Achseln. „Früher oder spater . . . Vielleicht in zwei Tagen, vielleicht in einem Jahr . . — „Wer wird siegen ?" — Schütte sagte: „Wir."

Noch eine Pause. (Welch schleppende, dabei gespannte Konversation! — dachte Kikjou). Der Spanier war es, der wieder zu sprechen begann; seine Stimme klang etwas dumpf. „Und wenn wir nicht mehr weiter können ? Wenn wir nachgeben müssen ? Wenn die Republik ihren Kampf verliert?" — „Ihr könnt ihn nicht mehr verlieren," erklarte Schütte. — Und der Spanische Soldat: „Unser Feind hat die Hilfe von zwei grofien, machtigen Landern! Uns hilft niemand. Wir haben nichts mehr zu fressen, und fast keine Munition. Warum hilft uns keiner ?" Er schien fassungslos über Feigheit und Dummheit der Welt. Er starrte seinen deutschen Freund fassungslos an.

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