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„Will man denn, daB wir zu Grunde gehen ? Warum lassen uns alle im Stich ?!"

Der Politkomissar erwiderte mit sanfter Dezidiertheit: „Ihr geht nicht zu Grunde. Sogar wenn Franco eure Stadte erobert, seid ihr noch nicht verloren. Der Kampf geht weiter, wir gewinnen ihn — denn ihr habt uns das Beispiel gegeben. Ihr habt uns gezeigt, daB man einig sein mul3 und tapfer. Die Fascisten sind keine Helden, im Gegenteil. Nur unser Versagen — Uneinigkeit und Verzagtheit in unseren Reihen — gibt ihnen die Sieges-chance. Wir überwinden unsere Fehler und Irrtümer, dank dem Vorbild, das ihr uns gebt. Die grofle Tatsache — daB ihr gekampft habt; daB ihr einig seid — wird die Geschichte des Jahrhunderts bestimmen. Ihr seid die Sieger!"

Hans Schütte, der Politkommissar, sprach ohne Pathos, mit fester, gelassener Stimme. Der spanische Kamerad stand straffer aufgerichtet; erfrischt und ermutigt durch die Worte des Deutschen.

Schütte sagte: , Jetzt muB ich wohl gehen." Dabei verfinsterte sich sein Gesicht, das eben noch geleuchtet hatte. — Wahrend sie sich die Hande schüttelten, trat der Engel zu ihnen. Er bewachte ihren Abschied; er segnete ihre brüderliche, schamhaft-geschwinde Umarmung; er berührte mit der gebenedeiten Hand ihre Scheitel. — Sie waren Soldaten derselben Truppe, sie hatten die gleichen Entbehrungen, die namlichen Gefahren hinter sich; sie hatten im Unterstand nebeneinander geschlafen; sie hatten die gleichen Madchen gehabt, in Valencia und in Barcelona. Sie waren Freunde: ,mein zweiter Freund,' wuBte Schütte, ,vorher hatte ich einen, der hieB Ernst — was ist aus dem geworden ? Dieser heiBt Juan — man spricht den Namen mit einem seltsam rauhen Kehlkopf-Laut am Anfang aus —, er ist ein Soldat. Der Ernst hatte auch ein Soldat werden sollen, wo

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