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im Stein . . . Da ist das Meer. Wie es leuchtet!

Dieter — am Ende des Vorgebirgs, auf der Spitze der Klippe — hat die Mütze abgenommen, wie in der Kirche. Diesen Wind will er nicht nur auf Lippen, Stirn und Augenlidern spüren, sondern auch im Haar; am liebsten möchte er sich das Hemd aufreiBen und dem Sturm die nackte Brust hinhalten.

Er reckt sich, er dehnt die Glieder. Da er sich alleine weiB, hat er den Mut zu einer schonen, wilden Gebarde, die er vor Zuschauern kaum wagen würde. Zuschauer könnten finden, es sei theatralisch, wie er nun die Arme breitet und den Kopf langsam-selig in den Nacken sinken laBt.

Ihm aber ist es die natürlichste Geste. Er genieBt sie, er atmet beglückt. Immer haben Jünglinge in solcher Haltung gestanden, auf einer Klippe, mit dem Bliek zum Meer. Immer haben sie dies zugleich benommene und entschlossene Lacheln gehabt, und die seltsam rudernden Bewegungen der gebreiteten Arme — als wollten sie sich vom Boden lösen; aufsteigen, auffliegen —: Wohin?

Die Jünglinge fragen kaum nach dem Ziel, in solcher Stunde auBerer Bereitschaft und des kühnen Rausches. Wer spricht von den Mühen und Gefahren des langen Weges ? — All dies ist Nebensache geworden; nur die Bewegung gilt, nur der Flug —: seht, die Zukunft schimmert, wie das unendliche Meer.

,Zukunft — was auf mich zu-kommt. . .!' denkt der nüchtern-Berauschte. ,Ichwillesan mich reiBen wie eine Geliebte. Die Umarmung wird auch Schmerzen bringen: ich ertrage sie gern. Selbst auf ein schnelles Ende ware ich gefaBt, mit Katastrophen soll man immer rechnen, es kann alles schief gehen. Ein wenig Leichtsinn dürften wir immerhin gelernt haben, bei allem, was uns zugestoBen ist. — Ein Menschenleben —: was ist es ? — Wie wenig! Wie viel! Man muB es

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