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Wenn am Sonntagabend die Dorfmusik spielt Heididel didel Heididel didel dumm dum Jedes kleine Madchen die Liebe gleich fühlt Heididel didel Heididel didel dum dum Und der lange Jochen schiebt hin durch den Saai Und die Katharina will immer noch mal!

Narrentrompeten tutern, Narrenknarren schnarren. Luftschlangen fliegen durch den Saai und Konfetti wird geworfen. Mitten durch das Getümmel macht sich ein Redakteur Bahn, der in unserem Zeitungsgebaude Postendienst gehabt hat. Die rheinischen Narren gröhlen: „Wenn das so weiter geht ein halbes Jahr, haben wir kein Hemd mehr an! Hallelujah!" Der Ankömmling flüstert uns ins Ohr: „Der Reichstag brennt!"

Wenige Tage spater schlafe ich zum erstenmale wieder im eigenen Bett. Plötzlich, mitten in der Nacht, stürmen SA- und SS-leute in das Schlafzimmer und wecken mich mit vorgehaltenen Pistolen und dem Ruf „Hande hoch!" Zwei Stunden spater bin ich zwischen Aerzten, Rechtsanwalten, Arbeitern und polnischen Juden in einer Zelle. Gegen morgen werde ich in das Wachtlokal gerufen. Dort erwarten mich einige SSund SA-Offiziere. Sie haben Peitschen und Pistolen in den Handen. „Kennst du mich?" fragt mich einer von ihnen. Als ich antworte: „Nein — ich kenne Sie nicht!" schreit er mich an: „Dann solist du mich kennen lernen! Du Aas." Und damit schlagt er mir mit umgedrehter Pistole zwischen die Augen, dass Blut aus Mund und Nase lauft.

Das Gefühl, als erwachsener Mensch geschlagen zu werden, überdies von Menschen, die ich nie gesehen habe, ist etwas so Neues, dass ich mich nicht zur Wehr setze. Als sie dann mit den Peitschen auf mich einschlagen, wird mir bewusst, dass dieses Nichtwehren

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