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Und dann waren da noch andere, die Alarm bliesen. Im Namen der wahrend des Krieges als Aufrührer erschossenen Matrosen Köbis und Reichpitsch wollten sie die durch den Zusammenbruch des kaiserlichen Regimes entstandene Situation benutzen, um „die Revolution vorwartszutreiben". Sie hingen den Karabiner über die Schulter und sangen: „Völker! Hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht! Die Internationale erkampft das Menschenrecht!"

Inzwischen sind zwei neue Generationen herangewachsen. Worin bestand ihr Kriegserlebnis?

Krieg — das war für die altere dieser zwei neuen Generationen, dass ab und zu die Glocken lauteten und die Fahnen gehisst wurden, weil auf einem der Kriegsschauplatze ein Sieg errungen worden war. Der Lehrer liess dann „Deutschland, Deutschland über alles" singen und sagte: „Heute ist schulfrei, weil unsere Feldgrauen wieder den Feind geschlagen haben." Alle paar Monate kam so ein Feldgrauer für ein paar Tage zu Besuch. Das war Vater. Wenn er im Felde war, hatte Mutter viel Sorgen. Manchmal sagte sie: „Na warte mal! Wenn Vater erst wieder zu Hause ist, hat das Lotterleben aufgehört — Vater kann dir viel besser als ich die Hose strammziehen!" Aber wenn Vater auf Urlaub kam, hatte er etwas anders zu tun. Dann war er sentimental — die ersten paar Tage, weil er wieder einmal daheim war, und die letzten paar Tage, weil er wieder an die Front musste.

Als der Krieg zu Ende war, liess die Lehrerin einer Berliner Gemeindeschule die neunjahrigen Jungens ihrer Klasse einen Aufsatz schreiben über das Thema: „Was ist in Deutschland geschehen?" Einer der fünfundzwanzig Schüler, Willi Sommer hiess er, schrieb:

„Mein Vater ist Soldatenrat, der Soldatenrat ist dof.

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