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vertraumte Dörfer und Stadtchen, in die selten ein Fremder kam. Folgte man nicht der Landstrasse, so waren sie mühevoll zu erreichen, da die Wegemarkierungen schlecht waren oder überhaupt fehlten. Das Auftauchen der Wandervögel, dieser „Naturmenschen", erregte daher Aufsehen. Aber als sie beim Hans-Röder-Müller im Taubertal neben dem Toplerschlösschen anklopften und um Nachtquartier fragten, fand der Müller Gefallen an ihnen und gab ihnen Erlaubnis, im Heu zu schlafen, auf der Wiese hinter der Mühle abzukochen und im Mühlbach zu baden.

Diese Jungens waren auch Romantiker. Ware ihr Bliek nicht ganz nach aussen gerichtet gewesen, hatten sie sich Rechenschaft abgelegt über die Zielrichtung ihrer Gefühle, so hatten sie sich wahrscheinlich auf den grossen Romantiker und Dichter des deutschen Waldes, den Freiherrn Joseph von Eichendorff berufen, der hundert Jahre zuvor, sprechend von Achim von Arnims und Glemens Brentanos Sammlung deutscher Volkslieder „Des Knaben Wunderhorn", gesagt hatte: „Die gesinnungskranke Zeit konnte nur im starkenden Luftbad auf den heimatlichen Höhen genesen."

Ueber die aeutsche Romantik hatte Riccarda Huch, damals noch Bibliothekarin der Stadt Gottfried Keilers, Zürich, grade ihre zwei vortrefflichen Bücher „Blütezeit der Romantik" (1899) und „Ausbreitung und Verfall der Romantik "(1902) geschrieben. Aber die zeitgenössische Literatur wurde damals auf den deutschen Schulen nicht behandelt. Der Unterricht war prinzipiell und lehrplanmassig klassisch orientiert. Mit Friedrich Hebbel hörte die deutsche Literatur auf. Auf den Gymnasien standen Griechisch und Lateinisch im Vordergrund. Als wir 1908 am Darmstadter LudwigGeorgs-Gymnasium unser Maturum machten, lautete das Thema der deutschen Prüfungsarbeit: „Vieles

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