Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

m

für die Zurückkehr zu einem Spielplan, aus dem nicht nur die meisten jungen Autoren von 1918—1924 sondern auch Büchner und Grabbe, die nach der Revolution eine Renaissance auf dem deutschen Theater erlebt hatten, so gut wie ganz gestrichen waren. Das war die Zeit, in der die aus den Saaltheatern der ersten Jahre der Republik entstandenen Kollektivs plötzlich mit einem neuen und künstlerisch prachtig disziplinierten Programm in der Hauptstadt auftraten und das das Land durchreisten, um die Republikaner mit ihrem Zeittheater mitzureissen.

Das Theater in der deutschen Provinz zeigte in jenen Zeiten durchaus nicht die Verfallserscheinungen, die für das hauptstadtische Theater so charakteristisch sind. Leopold Jessner war es in Hamburg, Gustav Hartung war es in Köln, Richard Weichert in Frankfurt a. Main gelungen Ensembles zu bilden, die ihre Hauptaufgabe im Dienst am Werk des Dichters sahen. Und fast alle Provinz-theater, auch die der kleineren Stadte, standen unter dem Einfluss, den das Wirken von Gustav Lindemann und Louise Dumont vom Düsseldorfer Schauspielhaus aus ausübte.

Unverrückbar schwebte diesem Künstlerpaar das Ideal des „Nationaltheaters der Deutschen" vor Augen. Louise Dumont war es, die Gustav Landauer als Dramaturg an ihr Haus verpflichtete, um ihm die Möglichkeit zu geben, sein Werk über Shakespeare zu vollenden. Sie war es auch die den jungen Hanns Joohst zu seinem Erstlingswerk, dem Grabbedrama „Der Einsame" inspirierte. Sie und ihr Mann, Gustav Lindemann, waren es, die Karl Hauptmanns — des Gerharts wesentlich bedeutenderer Bruder — „Gaukler Tod und Juwelier" uraufführten und neben vielen anderen jungen Autoren auch dem Sudetendeutschen Guido Kolbenheyer den Weg zur deutschen Bühne

Sluiten