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dem germ. entlehnten finn. patja, estn. padi), ags. bed, as. bed, ahd. betti bett, beet. Franck vergleicht die idg. wz. *bhed(h)-, *b/iod(A)~ graben, steehen in lit. bedu grabe, badjjti stossen, stechen, lett. bedre grube, gruft, aksl. bodq. st.osse, steche, cymr. bedd grab, lat. fodio grabe, was aber wegen an. bectr, finn. patja polster nicht ohne bedenken ist (s. auch Braune, Beitr. 23, 250). Eher wird Kern (Tijdschr. v. Ned. taal- en letterk. 1, 37) recht behalten, der badi als dasjenige, worauf man drückt oder liegt, zu ai. bddhate drangt, drückt (s. bidjan) stellt. Weniger befriedigend ist die anknüpfung an lit. padis untergestell, aksl. joodü boden, welche Bugge (Beitr. 13,176 f.) vorgeschlagen bat, zuinal weil es nicht für sicher gelten darf, dass anl. b auf idg. p zurückgehen kann.

bagms m. baum, vgl. an. badmr und ags. béam, afris. ham, as. böm, ahd. boum. Man hat westgerm. *baumaaus *baywm.w- erklaren wollen, wodurch es sich mit bagms vereinigen liesse, doch Johansson (Beitr. 15, 224 f.) hat dazu einen anderen weg gefunden, indem er *baxma- auf idg. *bhoumo- und bagma- auf alteres *baggma-, *baggwdma-, *bawwsma-, idg. *bhowdmo- zuriickführt und beide zur idg. wz. *bhewa- sein, werden in bauan stellt: vgl. insbesondere gr. (püftx gewachs. Auch dieses darf aber nicht für sicher gelten, denn das d in an. badmr straubt sich gegen jede bisher yorgebrachte erklarung (ygl.j edoch Loewe, Die ethnische und sprachliche gliederung der Ger¬

manen 5 fussnote). Zu beachten ist noch aschw. bagn baumstamm, das sich zu bagms yerhalten könnte wie an. botn, ai. budhnu- zu ags. hotm, ahd. bodam, gr. 7ri/$/xtjv boden.

bai beide, n. ba, an. gen. beggja (— *baddjë), ags. bégen, ba,, wozu b aj ö [) s und afris. ibéde, ahd. beide, béde, ygl. lit. abu, aksl. oba, lat. ambo, gr. ai. ubhdu. Der anlaut

der genannten, unzweifelhaft zusammengehörigen wörter macht grosse schwierigkeiten, welche bis jetzt nicht gelost sind.

baidjan zwingen, an. beida, ags. bédan, as, bêdian, ahd. beitten zwingen, drangen, urverwant mit lit. baidyti scheuchen, aksl. bëditi zwingen zu bëda not, ygl. obidëti yerletzen, obida unrecht und vielleicht alban. bë eid, schwur. Weiteres ist nicht ermittelt.

bairabagms m. maulbeerbaum. Falls baira- eigl. 'birne' bedeutet, geh't es mit ahd. bira und ags. peru, an. pera auf lat. pirum (pl. pira) zurück. An dieser stelle sei erwahnt, dass uns auch der gotische apfelnamen überliefert ist: krimgot. apel, d. i. *apls, vgl. an. eple, ags. seppel, ahd. apfwl und ferner lit. óbwlas, aksl. ablüko, jablüko, air. aball, uball (vgl. dazu Schrader, Sprachvergl. und urgeschichte 2 400).

balran tragen, an. bëra, ags. as. ahd. bëran, allgem. idg.: aksl. berq, sammele, nehme, air. berim, l&t.fero, gr. Cpépu, armen, berem trage, avest. baraiti, ai. bharati tragt. Vgl. barms, barn, baür, baür|>ei, bërusjös, gabaür, gabai'ir{)s.

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