Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

entlehnung aus dem germ. denken. Ehrismann (Beitr. 20, 53) stellt leilc zu ahd. gileih gelenk, mhd. sich leichen sich biegen, aber kaum mit recht.

leikan gefallen, -leiJeön in rjaleikon gleich stellen, gleich machen, nacliahmen, an. Mka, ags. Ucian, afris. Mkja, as. lïcön, ahd. lichën gleichen, gefallen, zu leik, galeiks.

lein n. leinwand, an. ags. Mn, as. ahd. lïn flachs, leinwand, ein europ. wort unbekannter herkunft: lit. linai pl., aksl. lïnit, air. Mn, lat. lïnum, gr. xivov. Wahrscheinlich sind lein und air. Mn aus lat. Mnum entlehnt. Wenn gr. \1toc acc. gewand mit a/i/oi/ in beziehung steht, so ist *lt- als wz. zu betrachten: vgl. ai. li- sich anschmiegen, Una- anliegend, gr. Aelof glatt (Schrader bei Hehn, Kulturpfl. und hausthiere 6185).

leitils klein, wenig (dazu krimgot. lista parum = ags. lést), an. Mtell, vgl. mit abweiehendem vocalismus ags. lytel, as. Inttil, luttïc, ahd. luzzil, luzïg. Yielleicht gehort leitils mit der bedeutungsentwicklung 'entfliessend, verschwindend, klein' zu lit. Ididau lasse fliessen, léidziu lasse, entlasse (Johansson, Beitr. 15, 231 f.). Das synonyme wort mit uvocalismus wird mit der unter 1 i u t s besprochenen sippe verbunden. lei [tan, s. afleij^an.

leil»u n. (?) obstwein, an. ags. Mêt, afris lïth, as. licl, ahd. lïth, lid süsses getrank, urverwant mit gr. kXsktov (weingefass), becher mit n aus tt (Schulze, Kuhns Zs. 29, 255), ferner mit lit. lytits regen. Die wz. ist

Hei- in lit. lëju, aksl. lïjq, lëjq giesse.

lekeis m. arzt, ags. Ixce, ahd. lïichi, lahhi, eigl. 'besprecher' (s. lekinön), yielleicht vor der lautverschiebung aus air. Maig arzt entlehnt, eher aber damit urverwant (Luft, Zs. f. d. altertum 41, 237). Die bedeutungsentwicklung 'besprecher, arzt' findet man auch bei russ. vracï'. vrdtï, aksl. balij: hajati. Aus dem germ. stammen aksl. lëkü heilmittel, lëkarï arzt, lëkovati, lëciti heilen.

lëkiudn arztlich behandeln, heilen (dazu lêkinassus m. heilung), an. Isékna, ags. Idcnian, as. laknön, ahd. lachinön, lahhinön heilen, mhd. lachenen besprechen, lachenxre beschwörer, besprecher, zu lekeis.

lëtan lassen, an. lala, ags. Isétan, afris. lêta, as. latan, ahd. la jan, mit lats zur idg. wz. *lëd- lassig sein in aksl. lënü faul (aus Hëdniï), lat. lassns matt (mit tiefstufe wie lats), gr. Xyleïv trag, müde sein (s. Sütterlin, Idg. forschungen 4, 99 f.). Ygl. noch alban. I's lasse, 1'oS mache müde. Hierher geboren yielleicht an. loskr faul und air. lese trage, deren sk aus tk entstanden sein kann.

lëw n. (?) gelegenheit (dazu lëwj a n), zu lit. liduti aufhören, lett. Ijaut zulassen, erlauben, apr. au-laut sterben, czech. leviti nachlassen. Zusammenbang mit idg. *leu- lösen (s. fraliusan) ist nicht ganz sicher. Vgl. über lëw Persson (Bezz. Beitr. 19, 279 f. f.) und Froehde (Bezz. Beitr. 20, 211 f.).

— lëwjan preisgeben, verraten, ags. léwan, ahd. -laen, zu 1 e w.

Sluiten