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spêju habe musse, aksl. spëjq, habe erfolg, lat. spës hoffnung, ai. sphayate wird feist und andern wörtern, welche aucb im germ. verbreitet ist: ags. spówan, ahd. spuon gelingen, ags. spéd, ahd. spuot fortgang, gelingen u. s. w.

— speiwail speien, spucken, an. spyja, ags. spiwan, afris. spïa, as. spïwan, ahd. spïwan, spian, urverwant mit lit. spiduju, aksl. pljujq, lat. spuo, gr. TTva, armen, thkhanem (aor. ethukh) speie, np. tuf speichel, kurd. tuw, tule, osset, thu spucken, speichel, ai. sthivami speie, sthyütd- gespieen. Die wz. ist onomatopoëtisch, vgl. bask. istu, chistu, chu, thu speichel. Vgl. spaiskuldr.

spilda f. schreibtafel, vgl. an. spjald brett, tafel, ags. speld splitter, holzstück, mhd. spëlte abgespaltenes holzstück, handgerat der weberei, zu mnd. spolden, ahd. spalten spalten, vgl. bret. faut fissura, ai. sphutdti platzt, spaltet sich, sphatayati spaltet.

spill n. erzahlung, sage, fabel, an. spjatt, ags. as. ahd. spel, s. spillon.

spilla m. yerkündiger, ahd. -sp 'ello (in warspello), s. spillon.

spillön verkündigen, erzahlen, ags. spëllian, ahd. spèllön, denominativbildung zu spill. Das hierhergehörige spilla identificiert Froehde (Bezz. Beitr. 19, 241 f. f.) mit gr. 'A-néMuv ('AfföAAwv). Mit mehr recht zieht er lat. -pellare sprechen, rufen (in appellare u. s. w.) heran. Anders Sehröder (Zs. f. d. altertum 37, 241) und Kogel (Idg. forschungen 4, 318). spiniian spinnen, an. spinna, ags.

ahd. spinnan, uryerwant mit lit. pinti flechten, aksl. p§ti spannen. Vgl. fana.

sprautö schnell, bald, yielleicht zu ags. spréotan, mhd. sprieten spriéssen. Vgl. üt. sprustu dringe heraus aus einer klemme, sprdudziu drange etwas gewaltsam in einen engen zwischenraum, lett. spraustës prüjam sich davon machen, cymr. ffrwst hast und ohne den dental lett. sprautës emporkommen, cymr. ffreuo fliessen (hierher auch ahd. spriu apreu ?). S. dazu Brugmann, Idg. forschungen

1, 177.

spyreida (?) m. korb, aus gr. (TTtvplq, gen. o-Tryp/So?.

stafs m. (?) element, an. stafr, ags. stxf, afris. stef, as. staf, ahd. stab, stap stab, vgl. apr. stabis stein, lit. stdbas götzenbild, schlagfluss, lett. stabs pfeiler, saule, lit. stabarai trockene baumaste, aksl. stoboru saule, zur idg. wz. *sthebh- in lit. stembti sich befestigen, stabyti, stabdjjti zum stehen bringen, stebétis staunen, ai. stabhndti, stabhnóti, stambhayati stützt, hemmt (vgl. Zubaty, Sitzungsberichte der kön. böhm. ges. der wissenschaften 1895, XVI, 14 f.). Aksl. stapü stab beruht auf ahd. stap und glb. air. sab ist ebenfalls aus dem germ. entlehnt.

staggau, s. usstaggan.

staiga f. steig, weg, ahd. steiya, mit ablaut zu steigan, vgl. lett. stiga, aksl. stïdza, stïza pfad, stïgna strasse und insbesondere alban. stek durchgang, eingang, weg, haarscheitel, dem staiga vollkommen entspricht.

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