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kampfe, lat. vinco besiege. Vgl weihs heilig.

weilian weihen, heiligen, ygl. an vigja, afris. wia, wïga, as. wihian. ahd. wlhan, denominativa zu weihs heilig.

weilii{»a f. weihe, heiligkeit; afris. wïtha, as. wihetha, ahd. wïhida, zu weihs heilig.

<- weihs' heilig, as. ahd. wlh heilig, an. vé, ags. wig, as. wïh heiligtum, vielleicht zu derselben wz. wie weihan kampfen: idg. *weik- verrichten, kampfen in lit. veikiu mache, verrichte, vêikalas geschaft, veikus schnell, flink, vikrus rührig, vaikas knabe und den unter weihan kampfen angeführten wörtern (vgl. auch Zupitza, Die germ. gutturale 142 f.). Anders Osthoff (Idg. forschungen 6, 39), der weihs als 'gesondert, abgetrennt' auffasst und es mit lat. victima opfertier, opfer zu ai. vinakti, vivekti, vevekti sondert, siebt, sichtet, np. bëxtan sieben, afgh. vinjat reinigen, saubern, waschen stellt.

weihs n. flecken, dorf (gen. weihsis), vgl. mit auffalligem k, das vielleicht durch entlehnung aus dem lateinischen erklart werden darf, ags. wie, afris. wik, as. wie, ahd. wiek. Wei/is ist urverwant mit apr. wais- (in waispattin acc. hausfrau), lit. vësz(in vêszpats herr, veszkelis landstrasse, vgl. vëszéti zu gast sein), aksl. vM, air. fich (das meist als lehnwort aus dem lat. betrachtet wird), lat. vicus dorf, gr. oJxos haus, alban. we orte, platze, avest. vis- dorf, vaesa-, vaesman- haus, ai. vig- niederlassung, wohnsitz, gemeinde, geschlecht, vega-

vaesman- haus, ai. vig- niederlassung,

haus, hurenhaus (dies in der spateren sprache), végman- haus, hof, wohnung, gemach. Die wörter gehören zur idg. wz. *weix- eintreten, weilen in avest. visami gehe ein, ai. vigami lasse mich nieder, trete ein, gehe in, kehre ein, gehe heim. — wein n. wein, an. vin, ags. win, afris. as. ahd. win ist wahrscheinlich zunachst aus lat. vinum entlehnt, das mit gr. oJvog wein, o'tvvi rebe, alban. vëne (*woina), armen, gini (*woinio-) wein urverwant ist und mit lat. vitis ranke, rebe zur idg. wz. *wei- winden gehort (vgl. b a u r g swaddjus, biwindan): s. Schrader, Sprachvergl. und urgeschichte s 468 f. Auch über den grenzen des idg. sprachgebietes begegnet uns dasselbe wort, vgl. arab. aethiop. wain, hebr. jajin, assyr. inu, denen ein ursemit. *wainu zu grunde gelegt wird (Jensen, Zs. d. D. Morgenl. gesellschaft 44, 705. 48, 464 f.). Aksl. vino wein ist aus dem germ. entlehnt (vgl. weinagards) und lit. vynas beruht zunachst auf dem slavischen worte.

weinabasi n. weinbeere, an. vinber, ags. winberie, as. ahd. winberi: das zweite glied dieser zusammensetzung ist -bad, *bazi, an. ber, ags. berie, ahd. beri, nl. bes und scheint abgeleitet von einem alten worte, das in norw. bas, base kleines gebüsch bewahrt geblieben ist (Bugge, Beitr. 21, 421). Nach einer alteren auffassung ware -basi eigl. 'das essbare' und mit ai. bdbhasti zermalmt, (rerzehrt, frisst zu verbinden, weinagards m. weingarten, wein-

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