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sie des Stoffs so entbehren kann, dass sie ganz frei davon wird. Dann vergeht sie bei dem Untergang des Stoffs nicht und bedarf sie bei ihrem weiteren Bestehn

auch keines Stoffs.

Ist aber die Seele stofffrei, unkörperlich, sind auch die von ihr dem Körper als solchem, zustossenden Zufalle hinweggehoben. Man kann dann von ihr weder aussagen, dass sie sich bewege, noch dass sie ruhe, vielmehr muss man von ihr nur solche Ausdrücke gebrauchen, welche dem Körperlosen zukommen, und so oft die Menschenseele auf etwas von dem verfallt, wodurch der Körper als ein solcher beschrieben werden kann, so ist es nötig, dies von den stofffreien Seelen zu verneinen. Das Verstandniss und die Vorstellung davon zu gewinnen ist aber schwer und nicht gewöhnlicb. Ebenso ist von dieser Seele alles hinweg zu heben, was ihr bei ihrer Loslösung vom Körper anhing und zustiess.

Da es nun aber unter diesen vom Stoff sich trennenden Seelen solche giebt, deren Stofflichkeit verschieden ist, es auch klar ist, dass die Haltung der Seele den Mischungen des Leibes, den Einen mehr den Andren weniger, nachfolge, ja dass jede Haltung der Seele den Mischungen des Leibes, der Einen mehr der Anderen weniger, nachfolge, und dass jede Haltung der Seele so sei wie die Körpermischung, in der sie sich befindet, dies notwendig verlangt , so folgt denn notwendig, dass ihre Haltung sich verwandein kann und zwar wegen der Veranderlichkeit des Leibes, worin sie war, und dass, da die Veranderungen des Leibes sich bis zur Unzahlbarkeit erstrecken, auch die Veranderlichkeiten der Seele unzahlbar sind.

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