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Petron 39 und die Astrologie

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g i e gerade bei dem Sternbild Skorpion sehr frappante Übereinstimmungen mit diesen Worten des Petronius sind; sodaB die Möglichkeit besteht, daB hier wirklich eine Anspielung auf die astrologischen Angaben gemeint ist.

DaB dieser Zusammenhang mit der Astrologie wirklich vorhanden ist, wird dann auBerst annehmbar, da wir das für andere Sternbilder in diesem Kapitel 39 direkt nachgewiesen haben.

Wir ersahen also, daB die Natur des Skorpions, der seinen Schwanz als tötliche und vergiftete Waffe benutzt, die Worte percussores et venenarii erklaren könnten.

Es ist j edoch die Frage ob Trimalchios Gaste dieses Tier aus eigener Anschauung kannten. „Die Skorpione sind samtlich Bewohner der warmen Gebiete, hauptsachlich der heiBen Lander, in denen die meisten und gröBten Arten vorkommen, obwohl wir einige kleinere Arten auch noch in den gemaBigsten Zonen, im Mittelmeergebiet und im südlichen Tirol antreffen" 1).

Die tropischen Arten können eine Lange von 17 c.M. erreichen. Die kleineren, wie die italienischen (Euscorpius Italicus) und die in Süd-Frankreich, Tirol und im Mittelmeergebiet vorkommenden, sind gewöhnlich nur 3 bis 5 c.M. groB. Diese kleineren Arten sind weniger gefahrlich. Und es ist zweifelhaft ob sie den gedanken an „venenarii et percussores" so leicht suggerieren.

Aber die schlechte Reputation des Skorpions stammt auch nicht aus Italien, sondern aus dem Oriënt, wo die gröBeren und sehr gefürchteten Arten lebten.

„Überhaupt nur in warmen Zonen heimisch, erwiesen sie sich um so bösartiger, je heiBer das Klima war. Die Afrikanischen und Asiatischen galten als besonders giftig, weniger die Europaischen. Aber alle Mittelmeerlander beherbergten das verhaBte Tier und auch die Insein waren nicht frei. So ist von einer der Kykladen, Tenos, überliefert, daB Schlange und Skorpione in der zwei ten Half te des fünften Jahrhunderts v. Chr. daselbst zur Landplage wurden (Eupolis). Einer der gangbarsten Sprichwörter lautete: „Unter jedem Stein lauert ein Skorpion" 2).

Der gröBere, gefahrliche und mit Recht gefürchtete Skorpion

*) ibid. p. 647.

*) O. Keller. Die antike Tierwelt II p. 470—471.