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z e n Maurerleden mlt unserem Guten, wie mit unseren Schwachen abgebildet seyn, damit unsere Werke, waren sie gerecht, iin Segen kleiden, und gehören sie in's Register menschlicher Thorheiten, dem Bruder auch ihr Wehgesolge zeigen und ihm Weisheil lehren:

Noch in demselben Jahre, da Br. Beer sich zu den drei groten Lichtern bekannte und, von ihren Strahlen erleuchtet und erwarmt, auch an Gemü'thlichkeit merklich gewonnen hatte, gelang es ihm auch, das Herz einer überaus achtbaren und in lieblicher Kindlichkeit HSchft liebenswürkigen Jungfrau zu gMnnen. Wollte es auch aufsallen, dast so viel gemessener, in minder vertrauten oder wohl gar vornehmen Kreisen meist auch noch in angstlich beobachteter Ceremonie hervortretender Ernst, wie der des Brs. Beer, sich einen sollte mit dem leibhastesten LebenSfrohsinne und der harmlosesten Natürlichkeit: so schien es ansanglich doch, als könnten auch die se Clemente sich mit einander vermahlen und in ihrer Verschmelzung zu einem guten Klange gedeihen, zumal Beer's ö'ffentlich erklarte Braut, eine Waise, vielleicht überfliissig sich ganz unter die erziehende Leitung deS ManneS ihres HerzenS begab und er durch sie nun mehr dem'Leben angehö'ren zu wollen schien. Fast zwei Jahre hindurch hatten die Freunde Beider die Freude, sie in der That recht glücklich zu sehen. Da gerieth Beer von Reuem und desto tiefer in's unheimliche Gewimmel der Buchstaben, erstickte darm die zarten Fasern seines Liebesglückes und das Gesiihl der schönsten Verpflichtungen, die er uur je übernommen haben konnte, und verschloK selbst 'den Mahnangen seiner Br.Br. daS, seinem Versprechen gemast, sonst so offen erwiesene Ohr. Er sing an, seine Erholunz mehr wieder im einsamen Dahinschlendern oder zuweilen im Gerausche Lffentlicher Gesellschast und seltener nur im Geleite seiner Vertrauten zu suchen; fand, ungerecht genug, in den unschuldigsten Erweisungen derselben, VerstöHe gegen die 'ihm über BieleS gehende Wohlanstandigkeit; lieK, an der Stelle allein zu billigender, liebreicher Bemerkungen, allmalig den bitter» Ernst des Tadels watten und ward am Ende, in seiner Strenge, hart. Das vertrug die zarte Weiblichkeit des guten Madchens nicht. Das arme Kind hielt An» srage nach dem Grunde solcher Umwandlung, erhielt kalte Antwort und that am Ende mit wahrhast heldenmüthiger Entschlossenheit, wiewohl immer nur in der Hoffnung aus einen ausgleichenden Erfolg, was wir selbst gerathen hatten: gab mit schwerem, erwartungsvollen Herzen und mit der ausdrucklichen Hinweisung auf den schlimmsten Fall, die tkatsachlich so bedeutungslos gewordenen Zeichen einst empfangener Gelubde — darunter auch das überkommene Kleinod einer Maurerbraut — zurück und — Beer vergast sich so weit, den Austausch zu vollenden und mit unerbittlicher Strenge die Halbverzweiselnde zurückzustosten. Beer's maurerischer Pathe solgte seiner Pflicht und sorderte Rechenschast von solch unerklarlichem Beginnen. Beer versuchte sie; aber neben der Gewitzheit von fortdauerndem Leben der alten, herzinnigen Juneigung summirte sich nur das traurige Merkmal deutlich aus ihr zusammen, datz Br. Beer's ganzes Wesen wohl seit lange schon tief erkrankt sey; denn jeneS nichtigen Stolzes, der ein nicht mehr als billiges, die Ruhe zweier Gemuther und daneben auch den eigenen guten Namen rcttendes Zugestandni? siir schmahliche Selbstbeschamung halt, ware Br. Beer, bei aller jeweiligen Zlnwandlung von Eitelkeit, in gesundein Zustande denn doch nicht sahig gewesen. Worm nun einerseits die LZ selbst eine dringende Zlussorderung zu nachdrücklicherer Einschreitung bStte finden 'miissen, wenn es mit der Maurerei in

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