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Wahrnehmung fallt, halt er kurz entgegen, dass sie mit der Behauptung, dass nur das sinnlich wahrnehmbare wirklichen Inhalt habe, aufs Denken überhaupt Verzicht leisten. Ein naheres Eingehen auf die Gottlosigkeit dieses Standpunktes halt er um so überflüssiger, als er schon früher im vorigen Buche, bei seiner Bestreitung der Ewigkeit des Stoffes der Sophistik und der Theorie von dem bestandigen Flusse der Dinge, die Unhaltbarkeit dieses Standpunktes zur Genüge vorgeworfen habe.. Langer hingegen verweilt er bei den vier anderen Gruppen. Der soeben erwahnten Gruppe steht die am nachsten, welche dem weiteren Gottesbegriff, wegen seiner aüssersten Subtilitat jede Realitat abspricht. Nur Gedankenr losigkeit und Unklarheit könne einen solchen Einwurf erheben. Ist ja mit dem Begriffe Gott nothwendig das Erhabensein über alles Greif- und Tastbare verblinden. Der Gottesbegriff entspreche daher allein dann der Wirklichkeit wenn er von allem Greif7 und Tastbaren frei ist. Wenn man nur verlangt, dass Gott einen greifbaren und tastbaren Inhalt habe, so stelle man eine Forderung deren Gegensatz man soeben als eine wissenschaftliche Nothwendigkeit gesetzt habe. Ist dies nicht ein gedankenloser Widerspruch? Ausserdem, ist denn der Urstoff, aus dem die Vertreter der Ewigkeit des Stoffes die Welt ableiten, oder das Nichts aus dem der Schöpfungsbegriff des Heidentums die Welt entstehen lasst weniger greif- und tastbar? Wie soll nun die Ursache dieser Schöpfung aus Nichts, also das höhere Princip greif- und tastbar sein? Der Einwurf dieser Gruppe enthalt also nicht nur einen inneren logischen Widerspruch, sondern ist auch die Ausgeburt der Unklarheit.

Ein nicht geringerer Widerspruch aber liegt in der Behauptung der Gruppe, die Gott sich als ein körperliches Wesen darstellt. Wie kommen wir zu dem Begriffe Schöpfer? Doch nur durch die Untersuchung der Merkmale des Körperlichen, die einen Schöpfer nothwendig voraussetzen. Die Körperlichkeit also ist es die mit Nothwendigkeit auf eine Ursache als ihren Schöpfer weisst. Wenn nun Gott körperlich ware, so

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